Claudio Pizarro fühlt sich fit genug für die Startelf: „Meine Probleme sind weg“

„Jetzt kann ich auch auf dem Platz helfen“

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Claudio Pizarro strahlt Zuversicht aus: Der 37-Jährige fühlt sich nach zwei Monaten bei Werder körperlich bereit, um auf dem Platz richtig loszulegen.

Bremen - Claudio Pizarro holt tief Luft. „Das war nicht so einfach für mich“, gesteht der Werder-Profi, als er auf die beiden vergangenen Monate angesprochen wird. Bei seiner Rückkehr nach Bremen war er als der große Heilsbringer gefeiert worden.

Nun ist der 37-Jährige nur Bankdrücker. Das schmeckt ihm nicht, auch wenn er es wegen seiner Fitness-Probleme versteht. Doch die seien Vergangenheit – und deshalb stellt Pizarro vor dem so wichtigen Spiel am Sonntag in Augsburg (17.30 Uhr) klar: „Ich bin bereit, wenn der Trainer mich braucht.“

Und Pizarro könnte ziemlich gebraucht werden. Schließlich droht der Ausfall von Toptorjäger Anthony Ujah (Rippenprellung). Weil auch Aron Johannsson (Leistenoperation) fehlt, könnte die Stunde von Pizarro schlagen. „Es wäre schön, wenn ich von Anfang an spielen würde“, sagt Pizarro mit einem breiten Lächeln, um dann höchst professionell noch einen ganz wichtigen Satz anzufügen: „Aber das entscheidet der Trainer.“

Erst ein Mal hat Viktor Skripnik seinen Wunschspieler in die Startelf beordert. Gegen Leverkusen – damals auch aus der Not heraus. Johannsson hatte sich kurzfristig verletzt abgemeldet. Es gab eine 0:3-Klatsche und die Erkenntnis: Pizarro ist als Last-Minute-Transfer ohne Vorbereitung keine Alternative für die Anfangsformation. Danach enttäuschte der Peruaner allerdings auch als Joker. Nix war mehr von der Genialität bei seiner Premiere gegen Hoffenheim zu sehen, als er Ujah geschickt den Siegtreffer aufgelegt hatte. Zweifel kamen auf, ob Pizarros dritte Werder-Zeit wirklich Sinn macht.

„Ich habe nicht so oft gespielt, wie ich wollte und gedacht habe“, sagt der Peruaner: „Aber natürlich war ich auch nicht in meiner besten Verfassung.“ Das lag zum einen an seiner Vereinslosigkeit im Sommer. Das individuelle Training nach Urlaub und Copa Amerika hatte nicht ausgereicht, um fit genug für die Bundesliga zu sein. Zum anderen streikte auf dem möglichst schnellen Weg zurück zu alter Stärke der Körper. Pizarro hatte Schmerzen, musste sich durchbeißen. Daher strahlt der 37-Jährige so, als er stolz verkündet: „Ich fühle mich sehr gut, meine Probleme sind weg. Ich habe sehr gut trainiert.“

Werder-Training am Donnerstag

Es klingt nach einem Neustart oder einem Jetzt-geht‘s-richtig-los. Denn Pizarro kann es nicht mehr hören, dass er vor allem in der Kabine so wichtig ist – mit seiner Erfahrung, die er an die jungen Spieler weitergeben soll. In einer Mischung aus Erleichterung und großem Selbstbewusstsein sagt er: „Jetzt kann ich der Mannschaft auch auf dem Platz helfen.“

Pizarro will es wissen und sich beweisen. Dass sein Trainer gerade sehr defensiv agieren lässt, gefällt ihm zwar nicht („Ich bin nicht so einer, der auf Konter spielt“), aber der Peruaner hofft nach den schweren Spielen gegen Bayern und Dortmund auf eine offensivere Ausrichtung. Und natürlich auf sein erstes Tor. Sein letztes in der Bundesliga liegt lange zurück, sehr lange: Es war am 10. Mai 2014 beim 1:0-Sieg der Bayern gegen Stuttgart. Doch Pizarro macht sich um seinen Torriecher keine Sorgen: „Den verliert man nicht. Wenn du lange nicht getroffen hast, musst du mehr arbeiten. Aber wenn dann ein Tor kommt, kommen auch noch mehr, das weiß ich aus Erfahrung.“

kni

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