Der ewige Pizarro

Werders Dreierpack-Peruaner

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Pizarro hat's wieder getan: Der Peruaner trifft mit einem sehenswerten Lupfer zum 2:0, Zlatko Junuzovic ist als erster Gratulant zur Stelle.

Bremen – Claudio Pizarro schießt mit drei Toren Bayer Leverkusen ab. Ein Dreierpack des Peruaners – schon wieder. Im Trikot des SV Werder, in dem „Pizza“ inzwischen 99 Mal getroffen hat, ist es bereits der siebte. Mit 37 Jahren ist er der älteste Dreierpacker der Liga. Ein eindrucksvoller Überblick:

19. September 1999: Erstes Jahr, drittes Spiel, schon ist es so weit. Der junge Peruaner schlägt in Bremen auf wie ein Meteorit. Zwischen Minute 46. und 83. erzielt der Neuzugang aus Lima einen lupenreinen Hattrick gegen den VfL Wolfsburg. Auch Marco Bode erzielt drei Tore, Kugelblitz Ailton trägt sich beim 7:2-Auswärtssieg ebenfalls in die Torschützenliste ein. So schnell war es um die Herzen der Werder-Fans geschehen.

9. November 2000: Ein Jahr später schafft Pizarro erneut das Kunststück eines Dreierpacks, diesmal auf internationaler Bühne. In der zweiten Runde des UEFA-Cups trifft er im Rückrundenspiel gegen den KRC Genk bereits im ersten Durchgang dreifach und macht damit alles klar. Unterbrochen wird sein Torreigen nur von Bernd Thjis Ausgleichstreffer. 5:2 gewinnt Werder am Ende und ist eine Runde weiter.

29. November 2008: Nach Ausflügen über München und London ist Pizarro endlich wieder an der Weser. Im 5:0-Schützenfest gegen Eintracht Frankfurt stellt er erneut unter Beweis, das ihm die Kälte des deutschen Herbstes nichts ausmacht. Nach zwanzig Minuten hat „Pizza“ bereits doppelt getroffen, in Minute 62. fügt er sein drittes Tor hinzu und holt sich bei der Auswechslung wenige Minuten später den verdienten Sonderapplaus ab. Ebenfalls erfolgreich waren Diego und Aaron Hunt.

5. April 2009: Noch ein Hattrick im Weserstadion, dieses Mal im Nordderby gegen Hannover 96. Nach Treffern von Pizarro und Jacek Krzynowek steht es bis zur 77. Minute Unentschieden. Nachdem Diego zur 2:1-Führung trifft, dreht Claudio wieder auf. Mit zwei späten Toren macht er den Deckel drauf und baut sein Torkonto auf 15 aus.

Pizarros Karriere in Bildern

25. Februar 2010: Gegen Twente Enschede verliert Werder das Hinspiel der zweiten Runde der Europa League mit 0:1. Im Rückspiel ist „Pizza“-Time angesagt. Nach 20 Minuten hat er das Ergebnis gedreht, nach 58 Minuten erzielt er mit seinem dritten Treffer den 4:1-Endstand und ballert Bremen so in die nächste Runde.

5. November 2011: Gegen Köln liegt Werder zur Pause mit 0:2 zurück, dann explodiert Pizarro! Mit einem Hattrick führt er Werder zum 3:2-Sieg und grinst hinterher: „Momentan treffe ich einfach alles.“ Kapitän Clemens Fritz ist fast sprachlos: „Wie wichtig er für uns ist, kann man mit Worten gar nicht mehr beschreiben.“

2. März 2016: Wieder heißt es beim Peruaner „Drei auf einen Streich“. Auch mit 37 Lenzen hat Pizarro nichts verlernt. Erst schnappt er sich hellwach einen schlampigen Pass des Gegners und überlupft Bernd Leno, dann bleibt er vom Elfmeterpunkt eiskalt und nickt nach einer Ecke ein. Am Ende bedeutet der 4:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen mehr als die drei Punkte, die Bremen mit nach Hause nimmt. Pizarros Werder-Tore 97, 98 und 99 lösen den Mitspielern die Brust und stärken dem Trainer den Rücken.

ch

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