FC Chelsea kommt mit drei spektakulären Neuzugängen aus Spanien und einem alten Bekannten

Frischzellenkur für Mourinhos Millionentruppe

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Kam für 25 Millionen Euro: Felipe Luis.

Bremen - Es war der 22. November 2006, und Bremen war in heller Aufregung. Das Star-Ensemble des FC Chelsea weilte in der Stadt, spielte am Abend im Weserstadion. Champions League gegen Werder. Es war der fünfte Vorrunden-Spieltag. Und Jose Mourinho, der exzentrisch-coole Trainer, hatte alle Stars mitgebracht. Didier Drogba. Andrej Schewtschenko, Michael Ballack, Joe Cole, Arjen Robben, John Terry – Namen, vor denen Werder analog zum Hinspiel (0:2) wie von selbst in die Knie gehen würde. Dachte man. Aber es kam anders. Werder siegte nach einer famosen Leistung mit 1:0 (Tor: Per Mertesacker) und feierte einen der schönsten Momente in der Champions League überhaupt. Dass am Ende in der Todesgruppe mit Chelsea und dem FC Barcelona nicht der Einzug ins Achtelfinale, sondern nur die Versetzung in die Europa League stand – geschenkt. Gegen Chelsea und dessen Mäzen Roman Abramowitsch gewonnen zu haben, war großartig.

Morgen kommt der FC Chelsea wieder ins Weserstadion. Immer noch ist die Kaderliste eine Starparade, der Trainer heißt wieder Jose Mourinho. Der Unterschied ist: Werder Bremen hat nicht mehr die Größe wie vor knapp acht Jahren. Es ist auch kein Champions-League-Duell mehr. Werder bezahlt für die Partie, um seinen Fans überhaupt mal wieder internationales Flair im Weserstadion bieten zu können. Es ist der Top-Act am „Tag der Fans“ – und vielleicht gelingt ja erneut ein Sieg. Diesmal aber ohne ein Tor von Per Mertesacker, denn der spielt längst in London bei Chelseas Stadtrivalen FC Arsenal.

Nicht mehr dabei sind auch Klose, Frings, Almeida, Klasnic, Diego, Wiese, Naldo, Borowski – alles Namen, die nur noch auf der Werder-Ehrentafel, aber nicht mehr auf dem Aufstellungsbogen stehen. Einzig Clemens Fritz, längst Kapitän des Teams, ist noch von damals übrig geblieben. Bei den Engländern sind es neben Mourinho immerhin noch Drogba, John Obi Mikel und John Terry.

Flankiert werden sie von frisch eingekauften Stars. Den spanischen WM-Teilnehmer Diego Costa hat sich Chelsea gerade für geschätzte 40 Millionen Euro gegönnt, Landsmann Cesc Fabregas kam für angeblich 35 Millionen Euro vom FC Barcelona. „Nur“ 25 Millionen Euro soll der Brasilianer Felipe Luis gekostet haben. Der Linksverteidiger kam wie Diego Costa von Atletico Madrid. Ebenso Torwart Thibaut Courtois. Der belgische Nationalkeeper war aber nur ausgeliehen, geht jetzt bei Chelsea in den Zweikampf mit Petr Cech. Ablösefrei kehrte Didier Drogba (36) von Galatasaray Istanbul zu den „Blues“ zurück. Damit, so sagt es Jose Mourinho, ist die Einkaufstour für diesen Sommer beendet: „Wir sind runter vom Markt. Wir haben den Kader, den wir uns wünschen und sind glücklich damit.“ Verkauft wurden unter anderen die Stürmer Romelu Lukaku (35 Millionen/FC Everton) und Demba Ba (sechs Millionen/Besiktas Istanbul).

csa

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