Trotz Patzern der Konkurrenz: Werder hat die Europa League so gut wie abgehakt

Die Chance ist da, die Überzeugung nicht mehr

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Marko Marin

Bremen - Werder darf immer noch auf die Europa League hoffen – der Konkurrenz sei Dank. Doch die Patzer von Leverkusen, Hannover und Wolfsburg haben in Bremen keinerlei Euphorie ausgelöst.

Zu schlecht war die eigene Leistung beim 1:4 in Stuttgart, zu schwach ist die Rückrunde (13 Punkte), zu groß die Personalnot, zu wuchtig der Abschluss mit Spielen gegen Bayern und Schalke und zwischendurch in Wolfsburg.

Die Noten der Werder-Spieler

Die Noten: Pizarro als Totalausfall

„Das Restprogramm spricht nicht für uns“, meint Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic. Und Teamkollege Marko Marin empfiehlt: „Bevor wir weiter über die Europa League reden, müssen wir erst mal wieder gewinnen. Wir müssen die Bayern schlagen, um überhaupt weiter daran glauben zu können.“

Klaus Allofs tut es ohnehin schon nicht mehr. Der Sportchef gestand, dass er „eher auf die kommende Saison als auf die Europa League“ schaut: „Das Entscheidende ist, dass wir mittelfristig wieder eine Mannschaft haben werden, die oben mitspielen kann.“

Der 55-Jährige fände es „wunderbar, wenn wir die Qualifikation noch packen. Das würde die Arbeit erleichtern. Aber wenn wir es nicht schaffen, kommen wir nicht in eine dramatische Situation.“ Das mag für die Finanzen gelten, aber für Werders Ruf wäre ein zweites Jahr in Folge ohne internationalen Wettbewerb fatal – und das würde auch Allofs, der so sehr auf ein gutes Image seines Clubs bedacht ist, gewaltig wurmen.

Die Bilder vom Stuttgart-Spiel

Die Noten: Pizarro als Totalausfall

Und: Beim Verpassen der Europa League droht der Abschied weiterer Leistungsträger. Keeper Tim Wiese hat – auch in Ermangelung sportlicher Perspektiven – bereits seinen Abschied angekündigt. Andere könnten folgen. Etwa die beiden Innenverteidiger Sokratis und Naldo, die ihr Bleiben – trotz gültiger Verträge – stark von der Qualifikation für Europa abhängig machen. Genau wie Claudio Pizarro, der bei Bayern München sowie Clubs aus England, China und Katar auf dem Zettel stehen soll. „Es gibt aber noch nichts Neues“, antwortete der Peruaner gestern auf die Frage nach seiner Zukunft. · mr

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