Mit Nigeria beim Confed-Cup: Durchstarten in Brasilien, durchhängen in Bremen?

Chance und Gefahr für Akpala

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Joseph Akpala ist beim Confed-Cup dabei, gehört im nigerianischen Team aber nicht zur ersten Elf. ·

Bremen - Große Bühne oder doch wieder nur Ersatzbank? Morgen startet im WM-Gastgeberland Brasilien der Confed-Cup – mit dabei: Joseph Akpala. Der Werder-Profi steht im Aufgebot des Afrika-Meisters Nigeria und hofft natürlich auf Einsätze bei der WM-Generalprobe. Und Werder hofft mit.

„Wenn Joseph beim Confed-Cup spielt, wäre das gut für ihn und auch gut für uns“, sagt Sportchef Thomas Eichin. Denn mit guten Leistungen vor einem Welt-Publikum könnte sich der bei Werder enttäuschende Akpala entweder Selbstvertrauen für die neue Saison holen oder sich für andere Clubs empfehlen. Das Turnier könnte für ihn zur großen Chance werden.

In Bremen ist der 26-Jährige trotz eines bis 2016 laufenden Vertrages ein Wackelkandidat – mit Tendenz zum Verkauf. Kein Wunder bei überwiegend enttäuschenden Leistungen und nur einem Tor in 21 Bundesliga-Einsätzen. Eichin lässt durchklingen, dass über einen Akpala-Abschied nachgedacht wird: „Natürlich ist es für ihn bei uns bislang nicht so gut gelaufen.“ Aber abgeschrieben ist der Angreifer noch nicht. Eichins Hoffnung: Vielleicht blüht Akpala unter Robin Dutt auf. „Es gibt immer Spieler, die bei dem einen Trainer nur eine kleine Rolle spielen, bei dem anderen dann aber eine große. Es wird sich in der Vorbereitung zeigen, was Robin Dutt von ihm hält“, sagt Eichin. Grundsätzlich habe Akpala Potenzial, argumentiert der Werder-Manager: „Dass er beim Confed-Cup dabei ist, zeigt doch, dass er ein interessanter Spieler ist.“

Allerdings ist Joseph Akapala nur durch die Hintertür in den nigerianischen Kader geschlüpft. Nationalcoach Stephen Keshi nominierte den Bremer als Ersatz für den verletzten Emmanuel Emenike von Spartak Moskau. Die WM-Qualifikationsspiele in Namibia am Mittwoch (1:1) und in Kenia eine Woche zuvor (1:0) zeigten dann, dass der achtfache Nationalspieler im Team der „Super Eagles“ die gleiche Rolle spielt wie in Bremen: Zugucken ja, mitspielen nein.

Nach Turnierende ist dennoch erstmal Urlaub angesagt. Mindestens zwei Wochen bekommt Akpala zur Erholung – „die braucht er auch“, sagt Eichin. Allerdings verpasst der Stürmer damit einen Teil der Saisonvorbereitung mit Werder und läuft – das ist die Gefahr des Confed-Cups – der Musik gleich wieder hinterher. · kni/csa

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