Cedrick Makiadi

Keine Angst vor Ebola

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Cedrick Makiadi

Bremen - Plötzlich spricht die Bundesliga fast nur noch über Ebola: Denn aus Angst vor der in Westafrika grassierenden Epidemie mit mehr als 5000 Toten hat Borussia Dortmund seinem Stürmer Emerick Aubameyang die Reise zur Nationalmannschaft des Gabun untersagt. Werder ist da entspannter gewesen und hat Cedrick Makiadi in die Demokratische Republik Kongo reisen lassen. „Hier ist alles gut“, teilte Makaidi gestern auf Nachfrage mit und bestätigte damit die Einschätzung seines Clubs. „Wir gehen davon aus, dass keine große Gefahr besteht, weil alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden sind“, erklärte Werder-Sportdirektor Rouven Schröder.

Auch Makiadis Bundesliga-Kollegen wie der Gladbacher Ibrahima Traore (Guinea), der Berliner Salomon Kalou (Elfenbeinküste), der Hannoveraner Salif Sane (Senegal), der Augsburger Abdul Rahman Baba (Ghana) und der Schalker Eric-Maxim Choupo-Moting (Kamerun) erhielten von ihren Vereinen kein Reiseverbot. Rechtlich dürfte ein Club seine Spieler auch gar nicht an Länderspielen hindern, doch im Fall Aubameyang soll die Einladung aus Gabun einen Tag zu spät in Dortmund angekommen sein. „Mein Verband hat da einen Fehler gemacht. Vielleicht reise ich aber noch zum zweiten Spiel nach“, sagte Aubameyang. BVB-Sportdirektor Michael Zorc verteidigte derweil in der „Bild“ die Einflussnahme seines Clubs: „Ohne in Hysterie zu verfallen, gibt es bestimmte Warnungen von der medizinischen Seite. Wir haben auch eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Spieler und der Mannschaft.“

Die Fifa hat auf die Probleme mit dem tödlichen Virus schon vor einiger Zeit reagiert. Die Hochrisiko-Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone dürfen ihre Qualifikationsspiele für den Afrika-Cup nicht zu Hause austragen. Deshalb spielt Makiadi am kommenden Mittwoch auch daheim gegen Sierra Leone. Morgen ist der Werder-Profi mit seiner Mannschaft in Kamerun im Einsatz.

kni/sid

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