Makiadis Sehnsucht nach einer Reset-Taste

Die Rückkehr in den Breisgau wurde für Cedric makiadi zum Albtraum

Freibrug - Der Freiburger an sich ist ein netter Mensch. Er ist begeisterungsfähig – wie sich während des 3:1-Sieges seines Sport-Clubs über Werder Bremen gezeigt hat. Und der Freiburger ist nicht (oder nur wenig) nachtragend – wie sich vor dem Anpfiff der Partie herausstellte.

Denn Cedric Makiadi, der den SC Freiburg vor Saisonbeginn am letzten Tag der vereinbarten Transferklausel für festgeschriebene drei Millionen Euro gen Bremen verlassen hatte, wurde nur sehr vereinzelt mit Pfiffen im Mage-Solar-Stadion begrüßt. Vielleicht hatten die Freiburg-Fans aber auch einfach gespürt, dass es ein schrecklicher Abend für Makiadi werden würde und deshalb auf größere Unmutsbekundungen verzichtet.

„Wenn du bei deinem Ex-Verein spielst, willst du natürlich eine gute Leistung zeigen. Wenn du dann auf einmal mit 0:3 hinten liegst, denkst du: Bitte, können wir nochmal von vorn anfangen?“, schilderte Makiadi hinterher seine Sehnsucht nach einer Reset-Taste auf dem Platz.

Erstmals seit drei Partien und möglicherweise, weil der Anlass ein besonderer war, hatte Trainer Robin Dutt den Mittelfeldspieler wieder in der Startelf aufgeboten. Makiadi rechtfertigte das Vertrauen nicht – was allerdings für fast das gesamte Bremer Team galt.

Für Dutt war der Auftritt im Breisgau ebenfalls ein Treffen mit der eigenen Vergangenheit. Von 2007 bis 2011 hatte er den SC trainiert. Ob die Niederlage gegen die Ehemaligen extra schmerzte, wurde er deshalb gefragt. „Nein“, antwortete er, „in Freiburg zu verlieren, fühlt sich für mich genauso an, wie in München zu verlieren. Niederlage ist Niederlage, daran werde ich mich nie gewöhnen.“

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