Am liebsten: Abwehrmitte

Caldirola – der einsichtige Dickschädel

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Luca Caldirola (rechts) obenauf: Der Italiener fühlte sich als Innenverteidiger so richtig wohl – trotz einiger Schrecksekunden.

Bremen - Ziemlich schmerzfrei, dieser Luca Caldirola! Werders Innenverteidiger strahlte am Sonntag schon wieder übers ganze Gesicht, das keinerlei Spuren jenes krachenden Zusammenpralls vom Tag zuvor mit Hamburgs Tomas Rincon aufwies. „Ein kleines bisschen tut es noch weh, aber es ist nicht so schlimm“, verriet der 22-Jährige. „Mein Kopf ist hart genug.“

Rincon hingegen, am Samstag, bester HSV-Spieler, musste nach dieser Kollision im Kopfball-Duell mit Kieferbruch zur Operation in die Uni-Klinik. „Das tut mir leid, davon wusste ich nichts – aber ich konnte nichts machen“, verdeutlichte Caldirola.

Das hatte ihm auch niemand unterstellt – und so wirft diese Szene keinen Schatten auf den auch für ihn so gelungenen Nachmittag, wie ihm unter anderem Trainer Robin Dutt attestierte: Luca hat das gut gemacht. Er gehört zu denjenigen, die sich anfangs auch kritische Fragen anhören mussten. Aber ich habe immer gesagt: Lasst sie erstmal bei uns ankommen“, erinnerte der Coach an die Eingewöhnungsphase der Neuzugänge.

In Hamburg nun zeigte der 2,2-Millionen-Euro-Einkauf von Inter Mailand das bisher beste seiner sieben Werder-Pflichtspiele, köpfte viele Bälle weg und zog bei keinem Zweikampf zurück. Dass er mit dieser Schonungslosigkeit kurz vor der Pause eigentlich einen Elfmeter verursacht hatte, registrierte er erst am Morgen danach: „Im Spiel habe ich ehrlich nicht gespürt, dass ich ihn getroffen habe.“ Doch nach Ansicht der TV-Bilder beim Frühstück räumte Caldirola unumwunden ein: „Es war ein Strafstoß.“ 

Der Pfiff blieb – zum Glück für Werder – aus, und „jeder von uns ist natürlich zufrieden – immerhin haben wir das Derby gewonnen. Die drei Punkte waren nach drei verlorenen Spielen wichtig. Einfach ein perfekter Tag.“

Zudem freute sich Caldirola, dass ihm Santiago Garcias starker Auftritt als Linksverteidiger („Sein erstes Spiel war sehr gut“) die Rückkehr in die Mitte der Abwehr ermöglichte: „Die Zentrale ist meine Lieblingsposition.“ Der Neuzugang hütet sich jedoch davor, jetzt Ansprüche zu stellen: „Wenn der Trainer sagt, dass ich auf der linken Seite spielen soll, ist das auch kein Problem für mich.“ Hauptsache, die Ergebnisse stimmen, „dann bekommen wir auch von Spiel zu Spiel mehr Selbstvertrauen.“ · ck

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