Halbzeit im Weserstadion

Obraniak zaubert Freistoß in den Winkel - 1:1

Bremen - Was für ein schlechter Start für den SV Werder Bremen. Bereits nach 6. Minuten klingelte es das erste Mal: Raffel traf für Borussia Mönchengladbach im Weserstadion. Mehr im Live-Ticker. 

 

„Nicht schon wieder Borussia“ wird sich so mancher Werder-Fan mit Blick auf das heutige Spiel gedacht haben. Nach er 1:5-Klatsche gegen Dortmund heißt der Bremer Gegner diesmal Borussia Mönchengladbach, gegen den endlich wieder etwas Zählbares mitgenommen werden soll. Anstoß im Bremer Weserstadion ist um 15.30 Uhr.

Drei Spiele, 2:8 Tore, ein Zähler. So lautet die bisherige Bilanz der Bremer im Jahr 2014. Dabei sollte in der Rückrunde alles besser werden. Bereits das vergangene Kalenderjahr schlossen die Grün-Weißen mit der schlechtesten Bilanz aller deutschen Proficlubs ab, Besserung scheint nicht in Sicht. Trotz der anhaltenden sportlichen Talfahrt (20 Punkte, schlechteste Bilanz seit 39 Jahren) bleiben die Verantwortlichen gelassen. Die Demütigung vor eigenem Publikum gegen Dortmund wurde schöngeredet. „Die Einstellung hat gestimmt, wir haben uns nicht hängen lassen.“, gab Robin Dutt zum Protokoll. Abwehrspieler Sebastian Prödl ging sogar noch einen Schritt weiter: „Wir haben ein vernünftiges Spiel gemacht. Das war eine gute Reaktion.“ Hört sich so Abstiegsangst an? Noch können die Hanseaten von Glück reden, dass es Teams wie den HSV oder den VfB Stuttgart gibt, die trotz genügend Qualität im Kader ebenfalls nicht auf die Beine kommen.

Nun scheint ein Gegner wie Gladbach gerade Recht zu kommen, denn die „Fohlen“ toppten die Rückrundenbilanz der Bremer. Alle drei Spiele gingen verloren, allerdings hießen die Gegner Bayern (0:2), Hannover (1:3) und Leverkusen (0:1). Trotz des schlechtesten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte steht das Team von Lucien Favre mit 33 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz, eine Region, von der Bremer Fans nur träumen können. Auch finanziell haben sich die Verhältnisse gedreht. Während Werder den Etat in den letzten Jahren um rund ein Drittel reduzieren musste, sitzt das Geld bei der Borussia inzwischen locker. Der kommende Abgang von Keeper Marc-André ter Stegen zum FC Barcelona kann finanziell locker aufgefangen werden. Objekt der Begierde ist Yann Sommer (FC Basel), Kostenpunkt: Rund acht Mio. Euro. Dass die „Fohlen“ trotz zuletzt schwacher Resultate (seit fünf Spielen sieglos) nicht zu unterschätzen ist, weiß auch Dutt: „Sie sind weit von einer Krise entfernt. Wir gehen optimistisch in die Partie und müssen eine Top-Leistung abrufen, um Gladbach zu schlagen.“

Grund zum Optimismus gibt die Statistik. Seit 23 Partien warten die Borussen auf einen Sieg im Weserstadion, die längste Negativserie der Liga. Der letzte Sieg stammt aus dem Jahr 1987, damals feierten die Gladbacher ein Schützenfest und siegten mit 7:1. Insgesamt feierte Werder 26 Erfolge, 13 Mal gab es geteilte Punkte, fünf Siege verbuchte Gladbach. Das letzte Aufeinandertreffen im Weserstadion ging klar mit 4:0 an Werder. Und auch wenn dem bisherigen Saisonverlauf nicht viel Positives abgenommen werden kann, so stimmt bei Werder zumindest der Biss. Mit 3439 geführten Zweikämpfen sind die Grün-Weißen in dieser Kategorie sogar Spitzenreiter. Die Gäste liegen mit 2736 Duellen auf dem vorletzten Platz und kamen bislang mit den wenigsten Foulspielen aus (214).

Abschlusstraining am Freitag

Hunt fehlt beim Abschlusstraining

Personell kann Robin Dutt aus dem Vollen schöpfen. Aaron Hunt (Patellasehnenreizung) und Ludovic Obraniak (muskuläre Probleme) meldeten sich rechtzeitig fit. Auch Clemens Fritz steht vor seiner Rückkehr, sollte jedoch zunächst auf der Bank Platz nehmen. Einzige Änderung zum Debakel gegen Dortmund könnte Petersen ein, für den di Santo weichen müsste. Lucien Favre könnte im Vergleich zur Niederlage gegen Leverkusen auf einer Position wechseln: Julian Korb, der sich im Verlauf der Saison zum Stammspieler entwickelt und letzte Woche gelbgesperrt gefehlt hat, wird wahrscheinlich Havard Nordtveit auf der Rechtsverteidigerposition ersetzen.

Ein besonderes Spiel ist es für Werder-Manager Thomas Eichin, der zwischen 1985 und 1999 im Gladbach-Trikot auflief. Außerdem feiert er heute sein einjähriges Dienstjubiläum.

Geleitet wird die Begegnung von Wolfgang Stark (44). Der Bankkaufmann war bereits vor einem Jahr beim Duell im Borussia Park (1:1) der Unparteiische. Insgesamt kommt er zu seinem 287.Bundesliga-Einsatz.

Rubriklistenbild: © nordphoto

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