Live: Werder Bremen - Borussia Dortmund - 0:5

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Werder Bremen - Borussia Dortmund - der Meister zu Gast an der Weser.

Bremen - Von Marcel Kloth. Endlich ist es wieder soweit! Nach 32 Tagen ohne Bundesliga beginnt mit der Rückrunde die zweite Hälfte der Saison. Jetzt bietet sich die Chance, aus Erfolgen und Fehlern der Hinrunde zu lernen, die Fähigkeiten des Teams zu optimieren und so die angestrebten Ziele zu erreichen.

Gleich zu Beginn steht für Werder Bremen ein echtes Topspiel auf dem Programm. Der amtierende deutsche Meister aus Dortmund ist zu Gast an der Weser. So muss der SVW nach knapp fünfwöchiger Winterpause direkt einen Härtetest bewältigen.

Hier der Live-Ticker ab 18 Uhr

Für die Mannschaft von Trainer Schaaf ist es erklärtes Ziel, eine Konstanz in die Ergebnisse zu bringen und so nach einem unbefriedigenden zwölften Platz den Anschluss an die internationalen Plätze zu halten. Dies ist aufgrund eines Abstandes von nur vier Punkten gut möglich. Die ersten Spiele werden richtungsweisend sein, da es gilt, hochkarätige Gegner zu schlagen und sich so eine gute Ausgangslage zu verschaffen.

Von Sorgen, wie die Dortmunder sie haben, kann Werder aktuell nur träumen. Der Tabellen-Dritte hat nach einer Hinrunde mit schwerem Start die Kurve bekommen und hinkt dennoch den eigenen Erwartungen hinterher. Zwölf Punkte Rückstand auf Bayern München lassen die erneute Meisterschaft in weite Ferne rücken. Vom Titel-Hattrick spricht bei der Borussia niemand mehr. Da der BVB erstmals in der Geschichte in allen drei Wettbewerben überwinterte, liegt der Fokus nun darauf, im DFB-Pokal und in der Champions League so weit wie möglich zu kommen.

Die Winterpause wurde von beiden Teams genutzt, um sich personell zu verstärken. Werder präsentierte einen neuen Manager, Thomas Eichin wird seinen Posten voraussichtlich Ende März antreten. Außerdem wurde Abwehrspieler Mateo Pavlovic aus Kroatien geholt. Dortmund gab Stürmer Ivan Perisic nach Wolfsburg ab und präsentierte überraschend die Rückholaktion des „verlorenen Sohnes“ Nuri Sahin, der nach einem 1,5-jährigen Abenteuer bei Real Madrid und dem FC Liverpool an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

Lange Zeit war die Borussia ein Lieblingsgegner der Bremer, denn nur gegen Bochum (41 Mal) siegte Werder öfter, als gegen Dortmund (39 Mal). Auch die Heimbilanz ist eindeutig, in 44 Partien gewann das Team von der Weser 30 Mal, jeweils sieben Spiele endeten unentschieden oder gingen verloren. Jedoch konnte der SVW nur eine der letzten sechs Begegnungen für sich entscheiden, in den letzten drei Duellen gelang sogar nur ein einziger Treffer. Zumindest ist eine Torgarantie gegeben, denn keines der 44 Spiele im Weserstadion endete torlos.

Dortmunds letzte Niederlage zum Rückrundenauftakt ist schon fast neun Jahre her, zuletzt wurden sechs Siege und zwei Remis erkämpft. Darüber hinaus verloren die Borussen wettbewerbsübergreifend nur eines der letzten 15 Pflichtspiele. Seit Mai 2011 hat der BVB kein Ligaspiel mit mehr als einem Tor Differenz verloren. Die letzte „hohe“ Niederlage war ein 0:2 in Bremen im Mai 2011, als Dortmund als Meister schon sicher feststand.

Bremen schoss gegen Dortmund genau 99 Heimtore, sodass sich die Chance auf ein Jubiläum bietet. Gut möglich, dass Werder tatsächlich ein Tor erzielt, denn in 22 der letzen 23 Bundesliga-Spiele gelang mindestens ein Treffer. Die Borussen toppen diesen guten Wert noch, indem sie in 25 der letzten 26 Partien mindestens einmal trafen.

Aus dem aktuellen Werder-Kader haben nur Aaron Hunt und Theodor Gebre Selassie schon einmal gegen den amtierenden deutschen Meister ein Tor geschossen. Deren Trainer Jürgen Klopp musste seine höchste Bundesliga-Niederlage als Trainer übrigens gegen Bremen einstecken. Als damaliger Trainer von Mainz verlor er im Oktober 2006 mit 1:6.

Werder muss gegen Dortmund auf den gelbgesperrten Marko Arnautovic verzichten. Um seine Sperre zu kompensieren, kündigte Trainer Schaaf an, das System umstellen zu wollen und einen direkten Ersatz auf der rechten Flügelposition zu vermeiden.

Die Partie wird um 18:30 Uhr von Knut Kircher angepfiffen. Für den 43-jährigen Rottenburger ist es in dieser Saison bereits das vierte Spiel mit Bremer Beteiligung. Er leitete das Nordderby gegen Hamburg (2:0) sowie die Partien gegen Augsburg (1:3) und Hoffenheim (4:1).

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