Live-Ticker: Werder Bremen gegen den Hamburger SV

Werder gewinnt das Nordderby 1:0

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Torschütze zum 1:0 - Di Santo verwandelt den Elfmeter für Werder Bremen.

Bremen - Toooor! Di Santo trifft für Werder per Elfmeter zum 1:0.

Live Blog Werder Bremen vs. Hamburger SV
 

Zum 102. Mal treffen Werder Bremen und der Hamburger SV aufeinander. Selten waren die Vorzeichen so unterschiedlich wie heute. Während die Bremer mit einem Sieg das internationale Geschäft ins Visier nehmen können, geht es für den Bundesliga-Dino ums Überleben in der ersten Liga.

499 Heimsiege fuhren die Bremer in ihrer Historie bislang ein. Nummer 500 ausgerechnet gegen den großen Rivalen von der Elbe perfekt zu machen, sollte für die Spieler Motivation genug sein, nachdem Sportchef Thomas Eichin nach der jüngsten Pleite in Stuttgart (3:2) mit der Einstellung seiner Profis haderte: „Einige Spieler denken, die Saison ist schon vorbei“. In der Tat sind die starken Vorstellungen der Bremer in den letzten Wochen weniger geworden: Nur fünf Punkte wurden aus den letzten sechs Partien geholt, seit vier Spielen wartet man auf einen Sieg. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum zuvor wurden starke 16 Zähler eingefahren. Da aber auch die Konkurrenz aus Augsburg, Hoffenheim und Frankfurt auf der Stelle tritt, bestehen weiterhin realistische Chancen auf das Erreichen der Europa-League. Um sie zu wahren, muss heute gegen den krisengeschüttelten HSV unbedingt ein Sieg her.

Dass der Tabellenletzte mit Bruno Labbadia unter der Woche bereits den vierten Trainer in der laufenden Saison verpflichtet hat, beeindruckt Werders Coach Viktor Skripnik keineswegs. Zum möglichen Abstieg des Erzrivalen sagt der Ukrainer trocken: „Das ist nicht unsere Sache. Der Schwächste muss runter.“

Ein Blick auf die nackten Zahlen verrät: Ändert sich nichts, sind die Tage der ewigen Bundesliga-Uhr bald gezählt: Seit fünf Spielen bzw. 495 Minuten warten die Hamburger Fans auf einen Treffer ihrer Mannschaft. Insgesamt durften sie in dieser Saison erst 16 Mal jubeln - der mit Abstand schlechteste Wert der Liga. Nur zwei Punkte aus den letzten acht Partien warfen den Traditionsclub auf Platz 18, was in den letzten zehn Jahren zum selben Zeitpunkt in 80 Prozent der Fälle den direkten Abstieg bedeutete.

Und auch die jüngsten Resultate im Weserstadion setzen Werder heute in die Favoritenrolle: Seit acht Jahren haben die Hamburger nicht mehr in Bremen gewonnen. Am 17. Februar 2007 sorgte Rafael van der Vaart mit einem Doppelpack für den Endstand. Der alternde Niederländer genießt trotz zuletzt schwacher Leistungen von seinem neuen Coach zunächst das Vertrauen: „Ich erwarte keine Grätsche, aber ich möchte seinen besten Fußball sehen. Daran messe ich ihn.“

Personell ergeben sich durch die Sperre von Djourou und die Verletzung von Diaz (Sehnenzerrung) zwei Änderungen: Für den Schweizer, der zuletzt durch eine Rangelei mit seinem Landsmann Behrami in die Schlagzeilen geriet, rückt Rajkovic in die Startelf. Der Chilene Diaz könnte durch Gojko Kacar ersetzt werden.

Abschlusstraining vor dem Nordderby

Auf Seiten der Bremer fehlt neben Santiago Garcia (Patellasehne) auch Fin Bartels mit Fußproblemen. Für ihn wird Davie Selke, der gegen Stuttgart den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, neben Franco di Santo im Sturmzentrum agieren. Das Duo erzielte bereits 19 Tore und ist somit gefährlicher als das gesamte Team des Hamburger SV. Sollte den Bremern heute ein Erfolgserlebnis gelingen, wäre es der 150. Treffer gegen den Nordrivalen.

Kuriose Nordderby-Fakten

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