Bremen zu Gast in Freiburg

Freiburg legt nach - 3:0

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Robin Dutt und Thomas Eichin ärgern sich. Freiburg liegt 3:0 vorne. 

Freiburg - von Marc Stehr. Zur Eröffnung des 26. Spieltags steht für Werder Bremen ein weiteres Duell mit einem direkten Abstiegskonkurrenten an.

 

Es geht gegen das schlechteste Heimteam der Liga, den SC Freiburg. Unter Flutlicht soll der Bremer Aufwärtstrend fortgesetzt und der Vorsprung auf die Abstiegsplätze vergrößert werden.

Dreht man die Uhr sechs Wochen zurück, ist die Entwicklung der Bremer Mannschaft erstaunlich. Das 1:5 gegen Borussia Dortmund glich einem Offenbarungseid, die Kritik an Trainer Robin Dutt wurde immer lauter. Auch die Aussage von Thomas Eichin, der von einer „kämpferischen Leistung“ sprach, stieß beim Großteil der grün-weißen Anhängerschaft auf Unverständnis. Fünf Partien ohne Niederlage später sieht die Welt an der Weser wesentlich positiver aus. Nur der unangefochtene Ligaprimus FC Bayern kann eine (wenn auch deutlich) längere Punkteserie vorweisen. Partien wie gegen Frankfurt (0:0) und Stuttgart (1:1) zeigen, dass die Mannschaft mittlerweile in der Lage ist, auch aus Spielen, in denen sie unterlegen ist, Zählbares mitzunehmen. In der Rückrundentabelle ist man sogar Zehnter. Der Lohn: 29 Punkte, Tabellenplatz zwölf sowie ein Abstand zur Abstiegszone von sieben Zählern. Zudem gelang es Sportchef Eichin, mit Philipp Bargfrede ein Bremer Urgestein für drei weitere Jahre in der Hansestadt zu halten. Doch da 29 Punkte nicht zum Klassenerhalt reichen, bleibt der Blick nach unten gerichtet. Um den Leistungsdruck hochzuhalten, verzichtet Dutt auf Stammplatzgarantien, droht sogar den Etablierten: „Wenn jemand meint, nicht alles geben zu müssen, wird er sich umgucken.“

Dass 90-prozentiger Einsatz gegen die Breisgauer nicht genügt, musste Eintracht Frankfurt am letzten Spieltag am eigenen Leib spüren: Mit 1:4 wurden die Hessen aus dem eigenen Stadion gefegt. Für den SC war es der erste Sieg seit sechs Spielen, dafür aber ein umso wichtiger. Der Anschluss ans rettende Ufer ist hergestellt, aktuell hat man 22 Zähler auf der Habenseite, ein Punkt fehlt auf Platz 15. Außerdem wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Mit Pavel Krmas (34), Sebastian Freis (28) und Christian Günter (21) verlängerten drei wichtige Akteure ihre Kontrakte an der Dreisam. Auch die „Stars“ des Teams, Keeper Oliver Baumann und Innenverteidiger Matthias Ginter, die den Verein aller Voraussicht nach im Sommer verlassen werden, widmen sich mit voller Konzentration dem Ziel Klassenerhalt. So auch ihr Coach Christian Streich, der vor der Partie gegen Werder auf Zählbares hofft: „Bremen ist eine Mannschaft mit großer Qualität, wir hatten zuletzt in Frankfurt ein positives Erlebnis. Ich erwarte eine enorm umkämpfte Partie.“

Wirft man einen Blick auf die Statistik, ist die Partie für Werder so gut wie gewonnen: In 19 der bislang 29 Aufeinandertreffen gingen die Grün-Weißen als Sieger vom Platz, dabei schossen sie fast doppelt so viele Tore wie die Badener (73:37). Der letzte Freiburger Heimsieg gegen Werder liegt bereits knappe 13 Jahre zurück, den letzten Vergleich im Breisgau entschied Werder mit 2:1 für sich. Weniger positiv werden beide Seiten auf das Hinspiel in Bremen zurückblicken, zeigten dort doch beide Teams eine erschreckend schwache Vorstellung und trennten sich am Ende folgerichtig torlos.

Torlos ist auch Werders Stürmer Nils Petersen, zumindest seit drei Monaten oder umgerechnet 648 Minuten. Sein Platz in der Startelf sollte mangels Konkurrenz dennoch sicher sein, aller Voraussicht nach wird der 25-Jährige gemeinsam mit dem zuletzt starken Franco di Santo das Sturmduo bilden. Einziger Ausfall ist Santiago Garcia (Innenbandverletzung am Knie), der Argentinier wird wie schon gegen Stuttgart durch Luca Caldirola ersetzt.

Schiedsrichter der Begegnung ist Michael Weiner aus Giesen. Der Polizeirat feiert heute seinen 45. Geburtstag und kommt insgesamt zu seinem 223. Einsatz in der Bundesliga.

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