Bühne frei für Pizarro

Allein der Name Claudio Pizarro sorgt bei Aktobe-Coach Muchanow schon für Angstzustände.

Bremen - Lange war er kaltgestellt, aber heute will Claudio Pizarro schnell wieder Betriebstemperatur erreichen. Gegen die Nobodys vom FK Aktobe gibt der Torjäger sein Comeback im Werder-Trikot und soll die Bremer mit seinen Treffern schon im Hinspiel der Playoff-Runde (21.00 Uhr/Weserstadion) in die Gruppenphase der Europa League schießen.

Das jedenfalls ist der Plan und die Hoffnung. Doch ganz so einfach wird’s für den am Dienstag vom FC Chelsea verpflichteten Peruaner nicht werden.

Denn neben der Spielpraxis fehlt ihm auch die „Torpraxis“. Seit dem 13. Mai, damals erzielte er beim Bremer 5:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt das 4:0, ist er ohne Torerfolg. Bei Chelsea ging gar nichts – er durfte in der Saisonvorbereitung kaum spielen, hatte folglich wenig Gelegenheit, den Torriecher zu aktivieren. „Ein kleines Problem“ sei das schon, gibt Pizarro zu. Umso wichtiger ist es, gegen Aktobe, die No-name-Mannschaft aus Kasachstan , gleich mit dabei zu sein. „Das ist ein total wertvolles Spiel für mich“, meint Pizarro, der weiß, dass er einiges nachzuholen hat.

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Weder hatte er bisher Zeit und Gelegenheit, sich auf den Stil des neuen Kollegen Marko Marin einzustellen, noch ist ihm das neue Bremer Mittelfeldsystem mit zwei defensiven und zwei offensiven Akteuren vertraut: „Ich habe das bisher nur im Fernsehen gesehen. Da muss ich schnell die Abstimmung finden.“

Kein Problem, glaubt Trainer Thomas Schaaf. In den nur zwei Trainingseinheiten mit Pizarro hat er erkannt: „Claudio weiß, was wir auf dem Platz vorhaben. Er kann das System sehr gut realisieren.“ Sportdirektor Klaus Allofs hat ebenfalls null Sorge: „Dieses oder jenes System – das sind keine Dinge, die einen Spieler wie Claudio in Schwierigkeiten bringen.“

Dafür wird Pizarro den FK Aktobe selbige bescheren. Wladimir Muchanow , Trainer des kasachischen Meisters und aktuellen Dritten der Premjer Liga, ahnt jedenfalls so etwas. „Jetzt haben sie sich noch einen Starken geholt, dabei waren sie auch vorher schon super besetzt“, seufzte der Russe gestern Abend und gelangte bei seiner Aufzählung der Werder-Stars irgendwann auch zu Boubacar Sanogo. Den darf er freilich wieder streichen, Sanogo ist gen St. Etienne entschwunden (siehe Bericht unten). Muchanow hatte es noch nicht mitbekommen.

Dennoch: Der Aktobe-Coach dürfte über Werder deutlich besser informiert sein, als umgekehrt. Thomas Schaaf flüchtete sich jedenfalls in Allgemeinplätze über den großen Unbekannten. Die stärksten Spieler bei Aktobe? Keine Antwort. „Das große Plus der Mannschaft liegt in ihrer Gesamtheit“, meinte er. Das System des Gegners? Schwer auszumachen. Schaaf: „Mal 4-4-2, mal 4-3-3, mal 4-3-2-1 – es wird sehr viel variiert.“ Auch Sportdirektor Klaus Allofs ist die Qualitäten der Kasachen betreffend wenig bewandert: „Man kann sie wirklich nicht einschätzen.“

Nur unterschätzen sollte Werder die Truppe aus Zentralasien nicht. „Wir werden den Teufel tun“, warnte Schaaf, der in Per Mertesacker einen gelehrigen Zuhörer gefunden hat. Der Nationalverteidiger sieht jedenfalls keinen Grund, überheblich in die erste von zwei Partien gegen Aktobe zu gehen: „Wir sind natürlich die international erfahrenere Mannschaft. Aber wir müssen unsere Möglichkeiten auch einbringen, sonst ist das mit der Favoritenrolle ziemlich egal.“

Von Carsten Sander und Björn Knips

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