Werder in Hoffenheim – auch heute werden die Visiere hochgeklappt

Bühne frei für das nächste „Offensivspektakel“

Zuletzt drei Torvorlagen: Marko Marin hat reichlich Selbstvertrauen getankt, will heute in Hoffenheim gewinnen und sich mit Werder „oben festsetzen“. ·

Bremen - Die knapp 4 000 Karten, die es gestern noch gab, müssten heute an der Tageskasse eigentlich weggehen. Denn wenn die TSG 1899 Hoffenheim und Werder Bremen aufeinandertreffen, was um 15.30 in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim der Fall ist, geht’s fast immer hoch her.

„Diese Spiele sind häufig Offensivspektakel. Und ich glaube nicht, dass sich das am Samstag ändern wird“, orakelte Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski bereits gegenüber werder.de.

Und auch sein Bremer Kollege Thomas Schaaf glaubt, dass das Duell des Siebten (Hoffenheim) gegen den Fünften (Werder) einiges bieten wird: „Die Hoffenheimer haben zu alter Stärke zurückgefunden und gezeigt, dass sie von ihrem Offensivdrang nichts verlernt haben. Sie schalten sehr schnell um.“

Training am Freitag

Werder-Training am Freitag

In drei Spielen hat die TSG allerdings erst vier Tore erzielt, Werder dagegen schon sieben (zweitbester Wert der Liga nach Schalke/9). So treffsicher soll’s weitergehen. „Wir wollen in der Offensive gefährlich bleiben“, hofft Schaaf, fügt mit Blick auf die gegen Freiburg (5:3) ziemlich wacklige Defensive aber gleich an: „Da wollen wir sicherer stehen, da haben wir uns das Leben zuletzt schwer gemacht.“

Hoffenheim hingegen kann zwei Zu-Null-Siege in Folge (gegen Dortmund und Augsburg) vorweisen. Und gerade beim 1:0 gegen den Meister vor zwei Wochen „hat man gesehen, wie schwer es ist, da ein Tor zu machen und zu gewinnen“, meint Marko Arnautovic. Der Österreicher darf heute vermutlich von Anfang an versuchen, den TSG-Riegel zu knacken. Er wird wohl statt Markus Rosenberg an der Seite von Claudio Pizarro stürmen.

Dahinter dürfte wieder Marko Marin (und nicht Neuzugang Mehmet Ekici) in die Rolle des Regisseurs schlüpfen. Gegen Freiburg überzeugte Marin mit drei Assists (persönliche Bestleistung) und sieben Torschussvorlagen. „Es läuft gut. Ich denke, ich habe mich in der Zentrale festgespielt – und glaube nicht, dass man da etwas ändern muss“, sagt Marin.

Der Sieg gegen Freiburg habe Werder „viel Selbstvertrauen gegeben“, urteilt der 22-Jährige: „Wir fahren mit viel Rückenwind nach Hoffenheim. Wir wollen vor der Länderspielpause die drei Punkte holen. Damit können wir uns oben festsetzen, wären gut dabei.“ Optimstisch klingt auch Arnautovic: „Wir sind gut in Form, steigern uns von Spiel zu Spiel – so kann’s weitergehen.“

Die Erinnerungen an den letzten Auftritt bei der TSG Hoffenheim wollen die Bremer dabei lieber ausblenden. „Das ist schon so lange her, das habe ich vergessen“, schmunzelt Marin. Zum Auftakt der vergangenen Saison hatte es ein deftiges 1:4 gegeben – was folgte, war ein schlimmes Spieljahr mit viel Abstiegsangst und einem total unbefriedigenden 13. Platz am Ende. · mr

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