Belgier hat den großen Wirbel erfolgreich ausgeblendet / Auch Gebre Selassie trifft / Junuzovic stöhnt

De Bruynes Reaktion – ein Tor und eine Top-Leistung

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Umjubelt: Werders Kevin De Bruyne feiert sein erstes Länderspieltor für Belgien. ·

Bremen - Dieser junge Mann hat richtig gute Nerven. Der große Wirbel, den er mit Interview-Aussagen über seine neue sportliche Heimat in Bremen ausgelöst hatte, kann an Kevin De Bruyne unmöglich spurlos vorbeigegangen sein.

Doch der 21-Jährige reagierte keinesfalls verunsichert, sondern lieferte für die belgische Nationalmannschaft eine Top-Leistung ab. „Das überrascht mich nicht. Kevin will Fußball spielen – und das kann er außergewöhnlich gut“, meinte Werders Sportchef Klaus Allofs.

Beim glatten 3:0-Auswärtssieg im WM-Qualifikationsspiel in Belgrad gegen Serbien bereitete De Bruyne das 1:0 durch Christian Benteke vor, schoss mit seinem ersten Länderspieltor im sechsten Einsatz selbst das 2:0 – und wurde bei seiner Auswechslung (87.) von den belgischen Fans gefeiert. Nichts zu lachen hatte auf der anderen Seite Werder-Teamkollege Aleksandar Ignjovski, der aber immerhin durchspielte.

Für Belgien, Tabellenführer der Gruppe A, geht es morgen mit dem Heimspiel gegen Schottland weiter. Die Serben sind Dritter und treten in Mazedonien an.

Für die übrigen Bremer A-Nationalspieler lief es durchwachsen – ein Rück- und Ausblick:

Theodor Gebre Selassie: Wie De Bruyne gelang dem tschechischen Rechtsverteidiger das erste Tor im Nationaltrikot – beim 3:1 gegen Malta köpfte er das 1:0 und spielte 90 Minuten durch. Tschechien ist Dritter der Gruppe B und empfängt morgen Bulgarien.

Marko Arnautovic, Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl: Die drei Österreicher spielten alle durch, brachten aber nur ein 0:0 aus Kasachstan mit. „Die haben sich hinten richtig einzementiert. Aber wir sind selber Schuld, weil die nötige Entschlossenheit gefehlt hat und wir das Tor nicht machen“, erklärte Mittelfeldmann Junuzovic. Er selbst hatte – genau wie Arnautovic – die Führung auf dem Fuß gehabt. „Wir haben einen Rückschlag erlittenen, aber keinen Rückschritt gemacht. Wir sind weiterhin auf einem guten Weg“, findet Prödl, der in der Innenverteidigung überzeugte. Österreich hat in der deutschen Gruppe C einen Punkt aus zwei Spielen – und morgen die nächste Chance, den kasachischen Abwehrriegel zu knacken.

Sokratis: Er bleibt mit seinen Griechen ungeschlagen, hielt den Laden beim 0:0 gegen Tabellenführer Bosnien 90 Minuten dicht. Die Gruppe G ist sehr spannend: Bosnien, die Slowakei und Griechenland sind mit sieben Punkten gleichauf. Morgen treten die Griechen in der Slowakei an.

Mehmet Ekici: Auch im Nationalteam kann der türkische Mittelfeldmann kein Selbstvertrauen tanken: Gegen Rumänien (0:1) wurde er nicht eingesetzt. Die Türkei, die morgen in Ungarn spielt, hat erst drei Punkte aus drei Partien. · mr

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