„Es ist möglich, dass ich bleibe“

De Bruyne macht Werder ein bisschen Hoffnung

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Wohin führt sein Weg? Kevin De Bruyne kehrt im Sommer erst mal nach London zurück – der Belgier kann sich aber vorstellen, danach wieder für Werder zu spielen. ·

Belek - Der Fahrplan steht: Nach der Saison kehrt Kevin De Bruyne (21) auf jeden Fall erst mal zum FC Chelsea zurück. So ist es verabredet, so wird es kommen. Was danach passiert, ist noch völlig offen.

Zuletzt vermittelte der 21-Jährige eher den Eindruck, als wäre ein weiteres Engagement in Deutschland und Bremen nahezu ausgeschlossen und eine Rückkehr nach England der einzige Weg. Doch es gibt Hoffnung für Werder und die Fans. Gestern ließ der Belgier im Trainingslager im türkischen Belek (wo er schon drei Mal mit Ex-Club Genk war) anklingen, dass er sich eine Zukunft in Bremen vorstellen kann – sollte Chelsea ihn erneut verleihen oder gar verkaufen wollen.

„Es ist möglich, dass ich bleibe. Der Spielstil in Deutschland und England ist sehr ähnlich – und beide Ligen werden stärker“, sagte De Bruyne, „allerdings weiß ich noch nicht, was Chelsea mit mir vorhat.“ Mit den Londonern, die ihn bis 2017 unter Vertrag haben, habe er über seine Zukunft ab Sommer bislang „noch nicht gesprochen. Das wird erst im Sommer passieren. Wir haben noch einige Monate Zeit und müssen doch erst mal abwarten, wie ich in der zweiten Hälfte der Saison spiele. Ich weiß nicht, was passiert“, meinte der Mittelfeldmann, der in der Bundesliga-Hinrunde in 17 Spielen mit vier Toren, fünf Vorlagen und spielerischer Finesse überzeugt hatte. „Ich versuche, so weiterzumachen – mit 100 Prozent. Vielleicht wird die Rückrunde ja noch besser“, meint De Bruyne, der für Teile der Anhängerschaft sogar der beste Bremer der Hinrunde war. „Es ist schön zu hören, dass  die Fans einen mögen“, sagt er.

Werder-Training in Belek am Sonntag

Werder-Training in Belek am Sonntag

Trainer Thomas Schaaf mag ihn auf jeden Fall und hat bereits angekündigt, täglich um De Bruyne kämpfen und ihm einen Verbleib in Bremen schmackhaft machen zu wollen.

Der rotblonde Belgier hat aber längst auch schon Begehrlichkeiten bei anderen Bundesligisten geweckt – vor allem beim VfL Wolfsburg und dessen Manager Klaus Allofs, der ihn nach Bremen gelotst hatte und ihn nun gerne im „Wölfe“-Trikot sehen würde. Das offensive Werben schmeichelt De Bruyne, der urteilt: „Es ist immer gut, wenn auch andere Teams dich wollen. Das bedeutet, dass du gut spielst, einen guten Job machst. Wenn man in Vergessenheit gerät, heißt das doch, dass man nicht gut war.“

Einblicke in Werders Hotel in Belek

Einblicke in Werders Hotel

Grundsätzlich sei eine Zukunft in Deutschland – in Bremen oder woanders – möglich. „Warum nicht?“, fragt De Bruyne: „Am Allerwichtigsten ist für mich, dass ich spiele. Ich will nicht auf der Bank sitzen.“

Nicht zu unterschätzen ist allerdings auch der Faktor Europacup. Schafft Werder (derzeit Zwölfter) in der Rückrunde die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb, erhöhen sich – sollte der belgische Nationalspieler im Sommer erneut auf den Transfermarkt kommen – schlagartig Werders Chancen auf eine Weiterbeschäftigung. „International will jeder spielen, auch der kleinste Verein will da hin. In diesen Spielen kann dich jeder sehen“, weiß De Bruyne und fügt an: „Mir ist es lieber, alle drei Tage zu spielen, als nur zu trainieren.“

Und es sei absolut realistisch, mit Werder das Ticket für Europa zu lösen, glaubt De Bruyne: „Es sind nicht viele Punkte Rückstand (momentan vier auf Platz fünf und sechs, Anm. d. Red.). Die Europa-League-Plätze sind möglich, auch wenn es bis zum Ende eng sein wird.“ Entsprechend selbstbewusst und mutig blickt er schon mal auf den Rückrunden-Start am 19. Januar (18.30 Uhr) gegen Double-Sieger Borussia Dortmund und sagt: „Natürlich ist der Auftakt nicht einfach, Dortmund eine starke Mannschaft. Aber ich wüsste nicht, warum wir sie nicht schlagen sollten.“ · mr

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