Belgier will angeblich weg von Chelsea / Sportchef Eichin: „Nichts ausschließen“

De Bruyne – gibt es die Rückkehr nach Bremen?

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Bei Chelsea außen vor: Kevin De Bruyne soll schon an Abschied denken. ·

Bremen - Davon träumt wohl jeder Werder-Fan: Kevin De Bruyne bricht seine Zelte beim FC Chelsea ab und kommt aus London zurück nach Bremen. Unvorstellbar?

Nicht ganz, denn der junge Belgier spielt bei Starcoach José Mourinho derzeit keine Rolle, beide Seiten sind unzufrieden, eine erneute Ausleihe im Winter scheint möglich. Und dann würden die Bremer ihren Hut in den Ring werfen. Sportchef Thomas Eichin hat gestern sein grundsätzliches Interesse für den Fall der Fälle signalisiert.

Momentan macht sich der 46-Jährige noch „keine intensiven Gedanken“ über eine Rückholaktion, doch das kann noch kommen: „Ich verfolge natürlich seine Entwicklung. Mir war klar, dass Kevin unzufrieden ist, wenn er nicht spielt. Er ist eben ein Fußballer durch und durch.“

Werders Karten, De Bruyne noch mal auszuleihen, wären auf den ersten Blick ziemlich schlecht. Vor der Saison, als Chelsea das Mittelfeld-Talent noch nicht endgültig zurückbeordert hatte, waren einige Topclubs als neuer Arbeitgeber im Gespräch. Allen voran zwei Bundesligisten. Bayer Leverkusen liebäugelte mit einem Ausleihgeschäft, erhoffte sich im Zuge des Transfers von Nationalspieler André Schürrle nach London ein Entgegenkommen und wähnte sich auch fast schon am Ziel. Borussia Dortmund wollte Werders Besten aus der Vorsaison (zehn Tore, neun Vorlagen) unbedingt kaufen, doch Chelsea lehnte ab. Wenn zwei Vereine, die in der Champions League vertreten sind, derart verbissen um einen Spieler kämpfen, erscheint ein Comeback in Bremen nicht mehr als ein frommer Wunsch zu sein. Werder ist international wieder nur Zuschauer und gehört in Deutschland nicht mehr zur Creme de la Creme.

Aber: Die beiden Sommer-Jäger sind inzwischen anderweitig fündig geworden. Dortmund verpflichtete Pierre-Emerick Aubameyang für die Offensive, Leverkusen angelte sich Heung-Min Son. Eichin verweist noch auf einen anderen Aspekt – und da stünde Werder in der Tat nicht so schlecht da. „Wer weiß denn, was im Dezember ist? Es kann ja sein, dass Kevin – auch mit Blick auf die WM 2014 – Spielpraxis braucht, die er bei Spitzenclubs vielleicht nicht unbedingt bekommt.“ Bei Werder dagegen, dazu gehört wenig Fantasie, hätte der dynamische Belgier einen Stammpatz sicher und bräuchte auch keine Eingewöhnungszeit.

„Wenn Chelsea sich dazu entscheidet, ihn auszuleihen, werde ich das schnell erfahren“, glaubt Eichin: „Dann kann man darüber sprechen. Ich werde jetzt nichts kategorisch auschließen.“ Eigentlich hatte der Bremer Sportchef angekündigt, keine Spieler mehr auszuleihen, bei denen keine Chance auf einen späteren Kauf besteht – und genau so wäre es bei De Bruyne (Marktwert bei Transfermarkt.de: 17 Millionen Euro). Anders als bei anderen weiß Eichin aber, dass der 22-Jährige sofort funktionieren würde: „Ich kenne Kevin und weiß, wie er spielt – und dass er eine Mannschaft weiterbringen kann.“

In London ist ihm das bisher nicht geglückt. De Bruyne hat bei den „Blues“, wo er bis 2017 unter Vertrag steht, noch kein Pflichtpiel über 90 Minuten gemacht. Vier Mal durfte er ran, wurde ein Mal ein- und drei Mal ausgewechselt. Weil er laut Mourinho zuletzt nicht gut spielte und trainierte, strich der Coach ihn aus dem Kader für das Premier-League-Spiel am vergangenen Wochenende gegen Tottenham und auch für die Champions-League-Partie gestern Abend bei Steaua Bukarest. Stattdessen muss der ehrgeizige Mittelfeldmann bei der U 21 mitmachen. Wie die englische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, ist De Bruyne total unglücklich, will im Winter weg – und Chelsea sei auch zu einem Leihgeschäft bereit. · mr

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