Der Belgier und der Österreicher bereiten in der Schweiz je zwei Tore vor / Schaaf und Allofs zufrieden mit der B-Elf

De Bruyne und Arnautovic servieren Winterthur ab – 4:1

Auffällig: Kevin De Bruyne (am Ball) bereitete wie Marko Arnautovic zwei Bremer Treffer vor. ·

Winterthur · Ein Schützenfest im Stadion „Schützenwiese“ gab’s zwar nicht, am Ende aber immerhin einen standesgemäßen Sieg.

Beim Schweizer Zweitligisten FC Winterthur, für den früher sogar mal Bundestrainer Joachim Löw gesspielt hatte, gewann Werder gestern Abend seinen drittletzten Test der Vorbereitung mit 4:1 (2:0), ohne groß zu glänzen – und Trainer Thomas Schaaf war recht zufrieden: „Das Positive überwiegt heute. Gute Tore, gute Kombinationen, gute Passagen – ein guter Test. Immerhin ist der Gegner schon länger in der Saison und entsprechend fit. Die haben uns läuferisch einiges abverlangt.“ Auffälligste Bremer Akteure waren Neuzugang Kevin De Bruyne und der eingewechselte Marko Arnautovic mit jeweils zwei Vorlagen.

Sieg in Winterthur

Werder serviert Winterthur ab

Schaaf hatte nur einen 16er-Kader für die Partie nominiert. Die vermeintliche A-Elf, die bisher die meisten Einsatzminuten hatte, war erst gar nicht im Aufgebot. Stattdessen begannen diejenigen, die bisher ein bisschen hintendran waren. „Dafür, dass wir viel verändert haben, war das über weite Strecken gut“, urteilte Sportchef Klaus Allofs.

Unter anderem lief Verteidiger Francois Affolter in seiner Heimat erstmals in diesem Sommer für Werder auf. Mehmet Ekici trug die Kapitänsbinde, an seiner Seite im Mittelfeld begann De Bruyne. Der Belgier stand zum zweiten Mal in der Bremer Anfangsformation und brachte die rund 2 000 Zuschauer gleich in der zweiten Minute mächtig zum Staunen. Er verwackelte einen Winterthurer, zog den rechten Fuß hinters linke Standbein und flankte mit dem Außenrist präzise in die Mitte. Ein Schmankerl, das Denni Avdic jedoch nicht veredelte. Der Schwede scheiterte aus zwei Metern. Danach trauten sich auch die Gastgeber, die scheinbar weder auf- noch absteigen können und seit 1977 ununterbrochen zweitklassig sind, nach vorne. Es fehlte allerdings, wie fast im gesamten Spiel, die Genauigkeit.

Die zeigte dann Werder. De Bruyne bediente von links Ekici – und der Kapitän traf mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern zum 1:0 (11.). Johannes Wurtz legte mit einem feinen, flachen Schlenzer nach (24.) – erneut hatte De Bruyne serviert. „Er bestätigt, was wir uns von ihm erhoffen“, lobte Allofs. Und Schaaf ergänzte: „Er ist eben ein großartiger Fußballer mit vielen Facetten.“

Nach der Pause tauchte De Bruyne dann allerdings etwas ab, wirkte ein wenig platt. Dafür sprang Arnautovic in die Vorbereiter-Bresche – und wie! Direkt nach dem Winterthurer Ehrentor durch Patrick Bengondo (71.) eingewechselt, brauchte der Österreicher ungefähr zehn Sekunden für seinen Assist. Nach Arnautovic’ Rechtsflanke bugsierte FCW-Kapitän Stefan Iten den Ball ins eigene Netz. Und wieder nur eine Minute später legte der Bremer Rechtsaußen mustergültig für Avdic auf, der nur noch einschieben musste – der 4:1-Endstand (73.).

Werder: Strebinger - Kroos (46. Schmitz), Lukimya, Affolter, Ignjovski, Trybull, Trinks (72. Arnautovic), Ekici, De Bruyne, Wurtz, Avdic (74. Füllkrug). · mr

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