Beim Länderspiel im Weserstadion hält nur Tim Wiese die Werder-Fahne hoch

Bremer Verpackung mit ein bisschen Bremer Inhalt

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Keine Frage: Tim Wiese freut sich auf sein „Heimspiel“ als Nationaltorwart. Gegen Frankreich hat er gute Chancen auf einen 90-Minuten-Einsatz.

Bremen - Zugeständnisse an den Gastgeber? Nein, die waren nicht zu erwarten. Und Joachim Löw hat auch keine gemacht.

Im gestern bekanntgegebenen Kader für das Länderspiel gegen Frankreich am Mittwoch im Bremer Weserstadion steht in Tim Wiese nur ein aktueller Werder-Profi – aber der wird dafür sorgen, dass das Testspiel nicht nur eine Bremer Verpackung, sondern auch Bremer Inhalt bekommt. Denn der Torwart geht fest davon aus, dass er bei seinem Heimauftritt den Vorzug vor DFB-Stammkeeper Manuel Neuer erhält.

Beim Länderspiel in der Ukraine im vergangenen November habe er mit Bundestorwarttrainer Andreas Köpke bereits verabredet, dass er bei seinem Heimspiel zum sechsten DFB-Einsatz kommen wird. Und Köpke scheint Wort zu halten. „Das Spiel ist in Bremen. Also ist die Chance schon gegeben, dass Tim vielleicht spielt“, sagte der ehemalige Nationalkeeper unlängst im ZDF-Sportstudio.

Das Werder-Training am Mittwoch

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Die Vorfreude bei Wiese ist schon da. „Vor heimischer Kulisse ein Länderspiel zu bestreiten, ist etwas besonders Schönes“, sagt er. Allerdings wissend, dass der Einsatz im Grunde nur die Belohnung für mehr als drei Jahre friedlichen Daseins als Nummer zwei oder drei des Nationalteams ist. Eine Chance zur Empfehlung bleibt die Partie gegen Frankreich zwar, doch Teil eines Zweikampfes mit Manuel Neuer ist sie nicht. Denn: Es gibt diesen Zweikampf nicht. Bundestrainer Löw und sein auf Torleute spezialisierter Assistent haben sich für die EM im Sommer in Polen und der Ukraine längst auf Neuer festgelegt. Köpke: „Grundsätzlich hat Manuel sich als Nummer eins etabliert durch die wirklich gute Weltmeisterschaft, die er gespielt hat. Auch die Qualifikationsspiele danach hat er schon sehr, sehr gut gemacht. Deshalb gibt es da im Moment auch keine zwei Meinungen.“ Für Wiese bedeutet das: Die EM wird für ihn wie die WM – ein Ereignis, das er als Reservist erleben wird.

Doch das soll ihn am Mittwoch nicht beschäftigen. Genießen ist dann angesagt. Das Weserstadion ist das erste Mal seit dem 7. September 2005 (damals 4:2 gegen Südafrika) wieder Schauplatz eines Länderspiels. Und es ist davon auszugehen, dass es für den 30-Jährigen die letzte Chance ist, in „seiner“ Arena mit dem Adler auf der Brust aufzulaufen. Werder-Coach Thomas Schaaf drückt ihm jedenfalls die Daumen, dass er über die volle Distanz ran darf: „Schaden kann ihm das nicht.“ · csa

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