Bremer Serienverlierer treten bei Sieglos-96 an / Skripnik glaubt an die Wende

„Die Reaktion wird kommen“

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Individuelle Fehler abstellen – bringt Trainer Viktor Skripnik morgen deshalb Alejandro Galvez?

Bremen - Deutschland schaut am achten Bundesliga-Spieltag nach München. FC Bayern gegen Borussia Dortmund, Erster gegen Zweiter – ja, das ist ein Match, wie man es sich nur wünschen kann! Spitzenspiel, Gipfeltreffen, Duell der Giganten, die hohe Kunst des Fußballs. Und Werder Bremen? Muss morgen, 15.30 Uhr, bei Hannover 96 ran. Es ist quasi das Kontrastprogramm zu Bayern kontra BVB. Denn die Serienverlierer von der Weser treten bei Sieglos-96 an – nach Leckerbissen riecht das nicht.

Hannover, mit zwei Punkten Tabellenletzter, braucht den Befreiungsschlag. Bremen nach zuvor drei Niederlagen am Stück auch. Der Druck ist auf beiden Seiten – auch wenn sich die Werder-Verantwortlichen alle Mühe geben, die Lage mit guten Worten zu entschärfen. Die Mannschaft stecke nicht in einem Loch und auch nicht in einer Krise, behauptet Geschäftsführer Thomas Eichin immer wieder. Was gerade passiert, sei „eine ganz normale Situation innerhalb einer Saison mit Höhen und Tiefen“.

Im Moment sind die Tiefen aber eben sehr tief und die Höhen weit weg. Doch das wird sich ändern, glaubt Werder-Trainer Viktor Skripnik. Nicht irgendwann, sondern morgen in Hannover. „Ich bin optimitisch für die Partie“, sagt der Ukrainer, dem gefallen hat, was seine Spieler ihm nach der 0:3-Pleite gegen Leverkusen im Training angeboten haben. „Das Engagement der Mannschaft war gut. Ich bin zufrieden, wie es läuft. Wir haben alles gemacht, um Erfolgsfußball zu spielen“, erklärt Skripnik. Und mit dem Anpfiff morgen kommt es dann drauf an: „Es zählt der Samstag. Das ist die Prüfung, die meine Mannschaft bestehen muss.“

Es ist ein Charaktertest, der in Hannover auf Werder wartet. Dagegenzuhalten, wenn 96 die Mittel eines Tabellenletzten auspackt, lautet die Aufgabe. Er sei sicher, meint Skripnik, dass er nach der enttäuschenden Performance gegen Leverkusen nun eine Reaktion in dieser Richtung sehen wird: „Die kommt, davon bin ich fest überzeugt. Wir müssen für unser Glück kämpfen.“ Aber auch spielerisch darf Werder gerne zulegen, zudem wieder torgefährlich werden. In den letzten drei Partien gelang nur ein eigener Treffer. Am wichtigsten ist es aber, diese vermaledeiten Fehler, die zu Freistößen, Elfmetern oder ganz ohne Umweg zu Gegentoren führen, abzustellen. „Vielleicht“, formuliert Skripnik eine hilflos anmutende Hoffnung, „macht ja mal der Gegner so einen Fehler. Dann hätten wir wieder Rückenwind.“

Denkbar ist, dass der Werder-Coach in der Innenverteidigung einen Wechsel vornimmt. Assani Lukimya, der gegen Ingolstadt und Leverkusen folgenschwere Fouls beging, wird vermutlich durch Alejandro Galvez ersetzt. Skripnik: „Zuletzt waren Vestergaard und Lukimya besser in Form. Aber Alejandro Galvez fehlt überhaupt nichts – außer vielleicht ein bisschen Spielpraxis.“ Die kann er ja morgen bekommen.

csa/mr

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