Werder erkämpft sich 3:2 gegen HSV / Schaafs Schachzug mit Wesley passt / Almeida Matchwinner

Die Bremer Rückkehr zu alten Tugenden

Bejubelt seinen Doppelpack: Hugo Almeida .

Werder-Bremen - Von Arne Flügge · Die Erleichterung war groß bei Werder Bremen. Ebenso die Freude über die Rückkehr zu alten Tugenden.

„Heute haben wir wieder als Mannschaft auf dem Platz gestanden, sind die Wege gegangen, die weh tun, und einer hat für den anderen gekämpft“, sagte Kapitän Torsten Frings nach dem hart erarbeiteten 3:2 (2:0)-Sieg im spannungsgeladenen Nordderby gegen den Hamburger SV. Er warnte aber auch: „Wir dürfen uns damit nicht gleich wieder zufrieden geben. Ich hoffen, dass es jetzt klick gemacht hat. Wenn wir keine Leidenschaft, keinen Kampf und keinen Einsatz zeigen, dann sind wir einfach keine gute Mannschaft. Ich hoffe, das hat jetzt jeder verstanden.“

Almeida ballert Werder zum Derbysieg

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Nach zwei Niederlagen in Folge und desaströsen Leistungen spielte Werder am Samstagabend über weite Strecken wie ausgewechselt. Was auch am taktischen Schachzug von Thomas Schaaf lag. Der Werder-Coach hatte auf einen klassischen „Zehner“ verzichtet. Stattdessen kurbelte Wesley das Spiel von der „Sechser“-Position aus an. Damit kam der HSV gar nicht zurecht. „Dann haben wir ja mal was richtig gemacht“, sagte Schaaf mit einem Augenzwinkern. „Der Trainer hat sich etwas einfallen lassen, um den HSV nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das hat gut geklappt“, lobte Frings die Maßnahme seines Coaches.

Und der gab’s gleich an Wesley weiter. Schließlich hatte der Brasilianer auf der Position ein ungeheueres Laufpensum zu absolvieren. Und nach der verletzungsbedingten Umstellung musste Wesley („Ich spiele da, wo ich gebraucht werde“) später als Rechtsverteidiger nicht weniger rennen. „Er ist weite Wege gegangen, hat viel gearbeitet und noch ein Tor vorbereitet. Ich kann ihm zu dieser Leistung nur gratulieren“, sagte Schaaf.

Was freilich auch für Hugo Almeida galt, der gegen den HSV zum Matchwinner wurde. Der Stürmer köpfte das 2:0 und erzielte in der 85. Minute noch den 3:2-Siegtreffer. „Ich bin glücklich, zweimal getroffen und der Mannschaft damit geholfen zu haben“, strahlte der 25-Jährige.

Dass trotz der vielen positiven Erkenntnisse aus der Partie noch längst nicht alles wieder perfekt ist, bewies der Bremer Durchhänger, der dem HSV nach einem 0:2 noch das 2:2 ermöglichte. „Wir suchen noch immer das perfekte Spiel, die Konstanz auf hohem Niveau“, meinte Sportchef Klaus Allofs.

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