Bremer Neuzugang will „die Liga rocken“

Petsos: „Ich werde unterschätzt“

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Thanos Petsos

Wien/Bremen - Thanos Petsos hat schon einiges hinter sich. Ein Bundesliga-Abstieg mit dem 1. FC Kaiserslautern (2012) und gleich noch einer hinterher mit Greuther Fürth (2013) – das ist nicht das, was sich ein junger Fußballer zu Beginn seiner Profi-Karriere wünscht.

Jeder Abstieg brandmarkt die beteiligten Spieler, und wenn es gleich zwei Mal in Folge passiert, schädigt das den Ruf umso mehr. Petsos fühlt es jedenfalls so. „Ich denke“, sagt er über die Meinung, die sich Fußball-Deutschland von ihm gebildet hat, „dass ich ein bisschen unterschätzt werde. Ich habe viel mehr Qualität, als ich damals gezeigt habe.“ Bei Werder Bremen will er das ab der kommenden Saison beweisen. Ablösefrei wechselt er im Sommer von Rapid Wien an die Weser.

Nachdem sich der in Düsseldorf aufgewachsene Grieche dann drei Jahre lang beim österreichischen Rekordmeister von den Enttäuschungen der Abstiege erholt hat und sich – wie er es sagt – fußballerisch „entfalten konnte“, wagt er den nächsten Anlauf in der deutschen Bundesliga. Dorthin zurückzukehren, „war immer mein Ziel“, erklärt Petsos im Gespräch mit Sky Austria. Mit bald 25 Jahren sei er dafür „im besten Fußballer-Alter. Ich kann jetzt gestärkt in die Bundesliga gehen und bin überzeugt, dass ich da bestehen kann.“

Mit bestehen allein soll es bei Werder Bremen aber nicht getan sei. Petsos sagt selbst, er sei als Führungsspieler eingeplant, so hätten es ihm die Verantwortlichen bei den Gesprächen in Aussicht gestellt, eigentlich sogar verlangt: „Das wollen sie in Bremen von mir sehen. Und das war auch entscheidend, dass sie in dieser tragenden Rolle mit mir planen.“ Dass Petsos, der defensive Mittelfeldspieler, diesen Anspruch erfüllen kann, daran hat er selbst null Zweifel. Er freut sich auf die neue Aufgabe, auf „ein geiles Stadion“, auf „coole Fans“. Und auf den dritten Anlauf, in der Bundesliga Wurzeln zu schlagen.

Bilder vom Werder-Training am Dienstag

Die Gefahr, dass Werder bei seinem Dienstantritt nicht mehr erstklassig sein könnte, ist ihm zwar bewusst, „aber darüber will ich gar nicht nachdenken“, meint Thanos (eigentlich Athanasios) Petsos. Angriffslustig sagt er: „Mein Vertrauen ist groß, dass Bremen das packt und wir im nächsten Jahr die Liga rocken können.“ Und was, wenn nicht? Dann, so verrät es der zweifache griechische Nationalspieler, hätte er da „theoretisch noch eine Klausel“, mit deren Hilfe er wieder aus dem bis 2019 befristeten Vertrag aussteigen könnte. csa

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