Der Bremer Kader verkraftet kaum Ausfälle

Am Ende bleiben nur die Talente

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Luca Zander

Bremen - Der erfüllte Kindheitstraum – eigentlich ist von ihm immer die Rede, wenn es mal wieder ein junger Spieler auf die Bundesliga-Bühne geschafft hat. Aber selten trifft diese Formulierung so sehr zu wie bei Luca Zander.

Als der Weyher am Samstag gegen Bayer Leverkusen seinen ersten Einsatz in Liga eins hinter sich hatte, erinnerte sich der 20 Jahre alte Luca nämlich an den sechs Jahre alten Luca, der in der Ostkurve stand und die Profis unten auf dem Rasen bestaunte. Schon damals, sagte er auf „werder.de“, sei der Traum entstanden, einmal selber im Weserstadion ein Bundesligaspiel bestreiten zu dürfen. Nun war es soweit. Zander über den Moment der Einwechslung: „Der Augenblick, als ich zur Bank gerufen wurde, war sehr unwirklich. Vor der Einwechslung habe ich versucht alles aufzusaugen, danach alles ausgeblendet und mich total fokussiert.“

Dass sein Debüt – ebenso wie das seines zeitgleich eingewechselten Kollegen Marcel Hilßner – nicht von Erfolg gekrönt war, trübt das Erlebnis natürlich. Werder verlor 0:3 gegen Leverkusen. Zander und Hilßner waren dafür gewiss nicht verantwortlich, aber anhand ihrer Einwechslung zeigte sich auch, wie es um Werder bestellt ist. Nach den Ausfällen der Stammkräfte Philipp Bargfrede, Fin Bartels, Aron Johannsson und Ulisses Garcia bleibt nur noch der Rückgriff auf unerfahrene Talente.

„Wir haben dann zwar noch Leute, die auf den Positionen spielen können, aber der Kader ist dann nicht mehr so stark“, sagt Trainer Viktor Skripnik. Es sei eben „keine Selbstverständlichkeit“, dass die jungen Spieler „sofort Leistungen bringen wie gestandene Profis“. Es gilt: Mithalten ja, Verbesserung nein. Und zwar nicht nur für Zander und Hilßner, sondern auch für die zuvor ausprobierten Maximilian Eggestein, Florian Grillitsch und Levent Aycicek. Skripnik: „Es ist ein langfristiger Prozess. Wir brauchen Geduld.“

csa

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