Bremer Bundesliga-Frauen machen Favorit Wolfsburg das Leben schwer

Gut gemauert: Werder mit 0:2 zufrieden

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Nur selten konnten sich die Werder-Frauen, hier Antonia Sanders gegen Babett Peter, in Wolfsburg in Szene setzen.

Werder-Bremen - Von Astrid Labbert. WolfsburgWerder-Bremen - Von Astrid Labbert. Sie hatten schon mit dem Schlimmsten gerechnet, doch das Ergebnis war für die Fußball-Frauen des SV Werder mehr als akzeptabel: Der Bundesliga-Aufsteiger verlor gestern nur mit 0:2 (0:2) beim Pokalsieger VfL Wolfsburg, einem europäischen Spitzenclub.

„Mit dem Ergebnis können wir absolut leben“, urteilte Werder-Trainer Steffen Rau: „Es ging heute nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Es ging darum, hier gegenzuhalten und das über die gesamten 90 Minuten. Ich bin mit dem Umsetzen der Vorgaben sehr zufrieden.“

Rau hatte sein Team sehr defensiv eingestellt, was angesichts des Wolfsburger 8:0-Siegs am ersten Spieltag gegen den FF USV Jena mehr als verständlich war. Statt der Stürmerinnen Cindy König und Maren Wallenhorst, die beim 6:2 gegen Köln noch in der Startelf gestanden hatten, holte er Gabriella Toth ins defensive Mittelfeld und Lisa Scholz in die Innenverteidigung. Für sie rückte aus dem Abwehrzentrum Katharina Schiechtl ins Mittelfeld vor. Damit waren zwei Abwehrriegel formiert, die eine halbe Stunde lang den VfL-Angriffen standhielten. Doch dann senkte sich eine Kopfball-Bogenlampe von Nationalspielerin Babett Peter hinter Torhüterin Jennifer Martens ins Tor. Kurz vor der Pause (42.) folgte der zweite Gegentreffer, diesmal von der Schweizer Nationalspielerin Lara Dickenmann, die völlig frei zum Schuss kam. Der Ball rutschte Martens unterm Körper hindurch. „Da sehe ich echt nicht gut aus“, gestand die Torfrau.

Auch im zweiten Durchgang waren fast nur die Wolfsburgerinnen im Ballbesitz, doch sie spielten zu ungenau. Da hatte Torhüterin Martens, die noch zwei Chancen von Alexandra Popp und Anna Blaesse vereiteln konnte, ebenso wie die 1830 Zuschauer in der AOK-Arena mehr erwartet: „Ich habe definitiv gedacht, dass ich mehr aufs Tor kriege. Die Mannschaft hat das klasse gemacht.“

So sah es auch VfL-Coach Ralf Kellermann, der mit dem eigenen Spiel nicht so zufrieden war und feststellte: „Bremen hat uns das Leben schwer gemacht.“

Werder: Martens – Moelter, Ulrich, Scholz, Schacher – Goddard, Schiechtl, Toth (69. Hausberger), Wolter – Eta, Sanders (89. König).

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