Mit einem Heimsieg heute gegen Nürnberg will Werder in der Liga die Weichen für die Zukunft stellen

Bremer Angriff auf die Spitze

Augen zu und durch: Beim letzten Aufeinandertreffen im Weserstadion erzielte Per Mertesacker (Mitte) zwei Kopfballtore gegen Nürnberg. Wiederholung heute wäre erwünscht.

Von Arne Flügge(Eig. Ber.) · ICE statt Bummelzug: Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen – in der Bundesliga hat Werder Bremen Fahrt aufgenommen. Damit die Aufholjagd weiter im Eiltempo in Richtung Tabellenspitze geht, ist heute (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg ein Sieg Pflicht. Oder um im Bild zu bleiben: „Die Weichen für die Zukunft werden gestellt“, wie es Sportchef Klaus Allofs formuliert.

Werder hat bereits zu viele Punkte liegen gelassen. Mit drei Zählern heute aber können die Bremer in der Tabelle einen großen Sprung nach vorn machen. „Wir haben in der Liga eine kleine Serie hingelegt. Machen wir so weiter, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir aufschließen“, hat Allofs erkannt. Mannschaften wie Tabellenführer Mainz oder der Zweite aus Dortmund seien freilich noch ein ganzes Stück weg, „aber die anderen sind in Sichtweite. Unsere Aufgabe ist es, jetzt an sie heranzukommen.“ Oder gar zu überholen. Freiburg, der HSV, Leverkusen und Hoffenheim sind nur einen Punkt besser als Werder (14), der Tabellendritte aus Hannover nur zwei Zähler. Ein Bremer Sieg heute sowie der ein oder andere Patzer der Konkurrenz – und schon wäre Werder mittendrin im Gerangel um die begehrten internationalen Plätze. „Diese Chance dürfen wir nicht verpassen. Wir können den Anschluss an ganz oben herstellen“, weiß Bremens Abwehrspieler Sebastian Prödl.

Abschlusstraining am Freitag

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Doch es wird nicht einfach heute gegen die Nürnberger. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking kann in dieser Saison bereits jeweils 2:1-Siege über Stuttgart, Schalke und zuletzt Wolfsburg vorweisen, dazu kommen Unentschieden gegen Mönchengladbach Leverkusen und den HSV. „Wir wollen auch aus Bremen etwas mitnehmen“, sagt Hecking.

Das will Thomas Schaaf natürlich verhindern. Und daher richtete der Bremer Trainer auch schon mal klare Worte an sein Team: „Ich warne davor, die Partie schon in irgendeiner Weise auf der Habenseite zu verbuchen. Wir müssen eine Topleistung abrufen.“

Die Frage ist, wie der Defensivriegel der Gäste heute zu knacken sein wird. Denn Schaaf geht nicht von einer offensiven Gästemannschaft aus. „Sie stehen sehr kompakt und versuchen schnell zu kontern. Das machen sie sehr gut“, weiß der 49-Jährige. Doch selbst das Spiel zu machen, „ist für uns ja nichts Neues“, sagt Schaaf, „wir müssen die Dinge gleich in die Hand nehmen und dürfen nicht sehen, was der Gegner macht. Es liegt an uns, das Konzept der Nürnberger durchzuwühlen, ihnen keine Luft zu geben und erfolgreich zu sein.“

Wie man das macht, weiß Per Mertesacker wohl noch am Besten. Beim bis dato letzten Aufeinandertreffen der beiden Clubs im März Weserstadion (4:2) erzielte der Bremer Innenverteidiger zwei blitzsaubere Kopfballtore. Wiederholung heute gerne erwünscht . . .

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