Wirbel um Özil: Rücken streikt, „Barca“ buhlt

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Schmerzen im Rücken, aber gute Nachrichten aus Barcelona: Mesut Özil kann heute in Hoffenheim nicht spielen, darf sich dafür über das angebliche Interesse von „Barca“ freuen

Bremen - Von Björn Knips - Ist Mesut Özil etwa gleich in Spanien geblieben? Der eine oder andere Zaungast beim gestrigen Abschlusstraining von Werder Bremen war schon ein wenig überrascht, dass ausgerechnet der junge Nationalspieler fehlte.

Denn die „Süddeutsche Zeitung“ hatte in ihrer Samstags-Ausgabe berichtet, dass der FC Barcelona ganz heiß auf Özil ist und ihn beim Europa-League-Spiel in Valencia von seinen beiden wichtigsten Spähern beobachten ließ. Mehr allerdings nicht, Sportdirektor Txiki Begiristain und Fußball-Chef Raul Sanllehi haben ihn nicht gleich mitgenommen. Özil saß am Freitag definitiv im Flieger nach Bremen – wenn auch mit Rückenschmerzen. Weil’s über Nacht nicht besser wurde, fällt der Werder-Profi morgen beim Bundesliga-Spiel in Hoffenheim (15.30 Uhr) aus. 

„Mesut hat im unteren Rückenbereich Probleme mit der Bandscheibe. Das kann schon ein paar Tage dauern. Aber wir wissen es nicht genau“, berichtete Werder-Coach Thomas Schaaf. Als Ersatz für Özil bieten sich zwei Akteure an: Hugo Almeida als zweiter Stürmer neben Claudio Pizarro oder Philipp Bargfrede vor der Abwehr oder im rechten Mittelfeld. Weitere Veränderungen sind durchaus möglich, denn einige Bremer wirkten zwei Tage nach dem intensiven Valencia-Spiel noch recht müde. So sprach Schaaf auch von einer „durchwachsenen Einheit“, versicherte aber umgehend: „In Hoffenheim wird eine Mannschaft auf dem Platz stehen, die keine konditionellen Probleme haben wird.“

Das ist auch dringend notwendig, denn Werder hat als Tabellensechster nichts mehr zu verschenken. „Wir wollen den Anschluss an die Europa-League-Plätze halten, also müssen wir dort die drei Punkte mitnehmen“, stellte Clemens Fritz klar. Ähnlich äußerte sich auch Schaaf: „Wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels, und dass wir gute Ergebnisse abliefern müssen.“

Auch ohne Özil. Schaaf hätte den Spielmacher heute zwar gerne dabei gehabt, aber vielleicht tut dem 21-Jährigen diese Zwangspause auch ganz gut. Nach einer hervorragenden Hinrunde war Özil in ein tiefes Loch gefallen. Eine Erklärung dafür könnte die hohe Belastung des jungen Profis sein, der im Sommer ja noch die U 21-EM spielen musste. Als möglicher weiterer Grund gilt seine ungewisse Zukunft. Seinen bis 2011 laufenden Vertrag will er im Gegensatz zum Club erst einmal nicht verlängern. Deshalb droht im Sommer ein vorzeitiger Verkauf, weil Werder nur dann eine Ablöse für das große Talent kassieren kann. Vielleicht ja vom FC Barcelona . . .

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