„Ein Missverständnis“

Neuzugang Füllkrug erklärt Werders Video-Panne: „Das war schon sehr unglücklich“

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Werder-Neuzugang Niclas Füllkrug pustet durch: Sein Abschied aus Hannover lief nicht reibungslos.

Hannover - Keine Frage: Seinen Abschied von Hannover 96, seinen letzten Auftritt im Trikot der Niedersachsen, hatte sich Niclas Füllkrug vollkommen anders vorgestellt. Gegenüber der „Bild“-Zeitung hat der Stürmer, der im Sommer zu Werder Bremen wechselt, nun erklärt, wie sehr ihn die Pfiffe und Schmähungen der 96-Fans während des Spiels gegen Freiburg getroffen haben - und auch, weshalb Werder zumindest eine Teilschuld daran trägt.

Es war schon ein bitterer Moment. Als Niclas Füllkrug an der Seitenlinie auftauche und am vergangenen Samstag in der 86. Minute den Platz betrat, wurde der 26-Jährige heftig ausgepfiffen und mit, sagen wir, weniger freundlichen Gesängen bedacht.

„Das hat mich natürlich getroffen, das gebe ich ehrlich zu“, sagt Füllkrug. „Im Stadion als Hurensohn beschimpft zu werden, und das gefühlt lauter, als die Fans vorher das ganze Spiel über gesungen haben, das tat natürlich weh.“

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Besonders übel war einigen Hannover-Anhängern nicht nur Füllkrugs Abgang an sich aufgestoßen, sondern auch die Tatsache, dass der Stürmer in einem Video mitgewirkt hatte, mit dem Werder seine Verpflichtung öffentlich abfeierte - ungeachtet der sportlich prekären Lage von Hannover.

Füllkrug: „Ein Missverständnis, das Werder auch sehr leid tut“

„Da muss auch mal was klargestellt werden“, sagt Füllkrug - und erklärt: „Es war mit Werder abgesprochen, dass dieses Interview erst zu einem späteren Zeitpunkt erscheint, um in dieser so wichtigen Phase keine Unruhe bei 96 reinzubringen.“ Irgendwer drückte im Weserstadion aber trotzdem vorher auf den Knopf - und brachte das Dilemma ins Rollen.

„Das war schon sehr unglücklich“, sagt Füllkrug und spricht von einem „Missverständnis, das Werder auch sehr leid tut“. Das Video war an dem Tag produziert worden, an dem Füllkrug seinen Vertrag in Bremen unterschrieb. „Dass ich deshalb im Interview erstmal mitgemacht habe, ist doch selbstverständlich“, sagt Füllkrug, „immer unter der Voraussetzung, dass es aus Respekt vor der Situation in Hannover zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt wird.“

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Keinesfalls möchte der Angreifer seinen Auftritt in dem kurzen Filmchen nämlich als mangelnde Wertschätzung gegenüber Hannover 96 verstanden wissen. „Ich bin ein Spieler, der Hannover im Herzen trägt und immer lieben wird. In den letzten drei Jahren habe ich alles für den Verein getan“, sagt Füllkrug. Als dann das Angebot aus Bremen kam, sei aber niemand aus dem Club an ihn herangetreten und habe versucht, ihn von einem Verbleib zu überzeugen. „Das ist eben auch ein Teil der Wahrheit.“

Quelle: DeichStube

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