Trotzdem weiß Hugo Almeida nicht, ob er weiter für Werder spielen wird / „Es kann alles passieren“

„Bremen steckt in meinem Herzen“

„Bremen steckt in meinem Herzen – ob ich bleibe oder gehe“, sagt Werder-Stürmer Hugo Almeida.

Von Arne Flügge · Geht er im Winter und spült seinem Club damit noch Geld in die Vereinskasse? Oder geht er im Sommer ablösefrei? Verlängert er gar seinen 2011 auslaufenden Vertrag? So recht mochte Hugo Almeida auf diese Fragen gestern im Interview mit dieser Zeitung zunächst nicht antworten.

Der 26-jährige Stürmer von Werder Bremen druckste herum, wand sich wie ein Aal, um sich schließlich doch noch einiges entlocken zu lassen. Ein klares Bekenntnis zu Werder blieb der portugiesische Nationalspieler aber schuldig. „Alles ist möglich, wir werden sehen, was für mich die beste Option ist“, sagte Almeida.

Hugo Almeida, über Ihre Zukunft wird derzeit viel spekuliert. Können Sie Licht ins Dunkel bringen?

Ich werde nächste Woche nach Portugal fahren und dann in Ruhe mit meinem Berater über die Situation sprechen. Dann werden wir sehen, wie meine Zukunft aussieht.

Sportchef Klaus Allofs hat nach einem Gespräch mit Ihrem Manager Jorge Mendes bereits Zweifel geäußert, dass Sie Ihren Vertrag verlängern wollen.

Ich habe noch einen Vertrag über ein halbes Jahr. Was bis dahin passiert, kann niemand sagen. Ich möchte jetzt aber auch dem Gespräch mit meinem Berater nächste Woche nicht vorgreifen. Wie gesagt, wir werden schauen, welche Option für mich die beste ist.

Fast jeden Tag gibt’s neue Gerüchte um Ihre Person. Was ist da dran?

Diese Gerüchte existieren doch schon seit Monaten. Da werden so viele Clubs gehandelt – Real Madrid, Benfica, Porto, Valencia, Piräus und jetzt Besiktas. Ich weiß nicht, wie viele Clubs es noch werden. Fakt ist: Ich habe noch mit keinem Vertreter dieser Vereine gesprochen, und ich habe auch sonst keinen Kontakt zu den Clubs.

Nervt es Sie dann nicht, ständig von neuen potenziellen Arbeitgebern zu hören oder zu lesen?

Nein, ich finde es eher langweilig. Was mich nervt ist, dass ich fast jede Woche zehn bis 15 Anrufe von Journalisten bekomme, wenn wieder ein neuer Club irgendwo in der Zeitung stand und ich mich dazu äußern soll.

Aber insgeheim kokettieren Sie schon mit anderen Clubs. Es ist doch sicher ein gutes Gefühl, begehrt zu sein.

Es freut mich natürlich, wenn andere Vereine meine Arbeit schätzen und Interesse zeigen. Aber wie gesagt: Ich habe noch mit keinem Club geredet.

Vermissen Sie bei der Bremer Clubführung die Wertschätzung, die Sie von anderen Vereinen und auch in der Nationalmannschaft Portugals bekommen?

Das kann und will ich nicht beantworten.

Andersherum gefragt: Haben Sie in den letzten fast fünf Jahren alles dafür getan, damit die Bosse mit Ihnen zufrieden sein müssen?

Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nicht alles getan habe. Ich habe für den Verein und die Fans immer alles gegeben. Und ich denke auch, dass ich viele Sympathien gewonnen habe.

Und sportlich sind Sie in der Hinrunde mit elf Pflichtspieltoren der erfolgreichste Bremer.

Ich denke, ich habe einen guten Job gemacht. Die Quote ist zwar nicht sehr gut, aber sie ist gut. Vor allem, weil ich nicht so viele Spiele gemacht habe. Rasen, Bank, Rasen, Bank – das ging schon oft hin und her.

Warum eigentlich? Glauben Sie, dass der Trainer mit Ihren Leistungen besonders kritisch umgeht?

Ich weiß es nicht, da müssen Sie Thomas Schaaf fragen.

Eine Frage können aber nur Sie beantworten: Werden Sie Werder verlassen oder vielleicht doch noch einmal Ihren Vertrag verlängern?

Alles ist möglich, wir werden sehen. Ich liebe Bremen, habe hier fünf Jahre meines Lebens verbracht. Ich bin als 21-jähriger Junge gekommen und bin hier zum Mann geworden. Ich habe mich unheimlich weiterentwickelt, viel Erfahrung gesammelt. Bremen steckt in meinem Herzen – ob ich bleibe oder gehe.

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