„Werder hat mich so geholt, wie ich bin“

Der brave Ekici muckt erstmals auf

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Mehmet Ekici.

Bremen - Nein, der Ausflug zur Nationalmannschaft hat das angekratzte Selbstbewusstsein auch nicht aufgemöbelt. Ohne Einsatz in den beiden WM-Qualifikationsspielen der Türkei gegen die Niederlande (0:2) und Estland (3:0) kehrte Mehmet Ekici gestern nach Bremen zurück.

„Ich habe zwar nicht gespielt, aber das ist kein Weltuntergang. Wir haben intensiv trainiert, wir hatten Spaß“, sagte er.

Der Spaß, den er im Kreis der türkischen Auswahl erlebte, ist ihm in Bremen dagegen momentan vergangen. Vor seinem Abflug zum Nationalteam hatte der Mittelfeldspieler im Kader für die Bundesliga-Partie gegen den Hamburger SV gefehlt. Dabei war er nicht verletzt, hatte auch keinen Trainingsrückstand – Trainer Schaaf hatte einfach auf ihn verzichtet. „Seine Entscheidung“, kommentierte Ekici die Maßnahme nun, und in seiner Stimme schwang – für ihn ungewöhnlich – eine Andeutung von Schärfe mit.

Ekici ist eigentlich einer aus der Abteilung lammfromm. Bevor er aus sich herausgeht, muss schon viel passieren. In Bremen ist einiges passiert. Schaaf hatte den vor einem Jahr für fünf Millionen Euro verpflichteten Profi öffentlich angezählt. „Wir geben ihm hier die Chance, aber dann muss er auch mitmachen“, hatte der Coach gesagt. Und weiter: „Die Forderung an ihn ist, die Dinge intensiv anzupacken.“ Unterton bei beiden Aussagen: Ekici macht genau das nicht.

Die Kritik scheint ihn getroffen zu haben. Auf die Frage, ob er etwas ändern müsse, um bei Werder endlich den Durchbruch zu schaffen, reagierte er gestern barsch – jedenfalls für seine Verhältnisse. Ekici muckt auf: „Ich kann nicht von heute auf morgen mein Spiel verändern. Werder hat mich doch so geholt, wie ich bin. Dann muss ich auch so eingesetzt werden.“ · csa

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