Norman Theuerkauf – berufliches Glück bei der Eintracht, privates Glück in Bremen

Braunschweig ist „ein Traum“

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Niemand in Braunschweig hisst die weiße Fahne – auch der Ex-Bremer Norman Theuerkauf nicht.

Bremen - Es gibt sie in Gladbach (Max Kruse), in Stuttgart (Martin Harnik), in Leverkusen (Simon Rolfes), in Hannover (Christian Schulz) und beim HSV (Dennis Diekmeier) – Spieler, die in den Nachwuchsteams von Werder Bremen ausgebildet wurden, dann aber ihre Karriere in anderen Clubs fortgeführt haben.

Eine auffällige Anhäufung an Ex-Bremern hat Eintracht Braunschweig zu bieten. Gleich vier Akteure aus dem aktuellen Kader haben bei Werder „gelernt“, zum Einsatz kommen morgen aber maximal nur zwei. Der gebürtige Syker Timo Perthel muss wegen einer Gelb-Rot-Sperre zuschauen, Torsten Oehrl fehlt verletzt. Mittelfeld-Juwel Karim Bellarabi (23/musste Werder schon als B-Jugendlicher verlassen) und Norman Theuerkauf können sich dagegen auf eine Reise in die Vergangenheit freuen – und tun es auch. „Die Vorfreude ist wirklich sehr groß“, sagt Theuerkauf, für den mit einigen Jahren Verspätung ein Traum in Erfüllung geht: Endlich ein Bundesliga-Spiel im Weserstadion.

Von 2003 bis 2007 war der heute 27 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler in Bremen ausgebildet worden. Aber bei den Profis durfte er nie ran. Nur einmal lief er im Weserstadion auf – in einem Regionalliga-Spiel gegen Eintracht Braunschweig (1:1 am 14. September 2007).

Jetzt spielt Theuerkauf selbst bei der Eintracht, hat dort den unglaublichen Aufstieg von Liga drei bis zur Bundesliga mitgemacht und gehört mit 15 Hinrunden-Einsätzen weiter zum Stammpersonal von Trainer Torsten Lieberknecht. „Wie es hier für mich gelaufen ist, ist einfach ein Traum“, sagt der gebürtige Thüringer. Logisch, dass er nun „alles dafür geben wird, dass wir die Klasse halten“.

Die Zuversicht, dass es am Ende klappt, ist trotz der mageren Hinrundenausbeute von elf Punkten vorhanden. „Unser Plus ist, dass wir uns als Mannschaft stetig weiterentwickeln. Wir sind mittlerweile in der Liga angekommen, sind auf einem positiven Weg und können mithalten. Wir werden bestimmt nicht freiwillig absteigen“, erklärt Theuerkauf, dessen Verbindung nach Bremen noch eng ist. Denn seine Frau Martina stammt aus der Hansestadt, das Paar hat vor einem Jahr im Jürgenshof in direkter Nachbarschaft zum Weserstadion geheiratet.

Selbst in der Vorbereitung auf die Rückrunde war Theuerkauf ganz dicht dran an der alten Heimat. Die Eintracht gastierte wie Werders U 23 im spanischen Chiclana, „wir waren nur zwei, drei Hotels auseinander“. Kontakt gesucht hat er natürlich nicht, wen sollte er sieben Jahre nach seinem Abschied schon noch kennen im Nachwuchsteam?

Mit Sebastian Mielitz, Clemens Fritz und Aaron Hunt telefoniert oder mailt er dagegen noch hin und wieder. Aktuell aber nicht. Im Abstiegskampf ist kaum Zeit und Raum für Freundschaften. Zumal Werder eines jener Teams ist, das Braunschweig auf dem Weg zum Klassenerhalt eventuell packen kann. „Wir versuchen alles, das zu schaffen. Am besten fangen wir am Sonntag gleich damit an“, so Theuerkauf. · csa

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