Hannover ist spezialisiert auf Standards – und Christian Pander der absolute Experte

„Brandfackel“-Alarm in der Bremer Abwehr

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Linksfuß Christian Pander „schlägt die Bälle sehr riskant“, weiß sein Trainer Mirko Slomka

Bremen - Ecken und Freistöße – immer wieder. Das große Trainingsthema in dieser Woche waren bei Werder die Standards. Coach Thomas Schaaf erklärte anhand einer Magnettafel ständig, wer wohin laufen soll.

Diese Nachhilfestunden brauchten die Bremer Profis dringend, denn – erstens: Haben sie in der Rückrunde schon drei Gegentore nach Eckbällen kassiert. Zweitens: Haben sie 2012 selbst erst ein Mal nach einer Ecke getroffen (Tom Trybull in Hamburg). „Unsere Standards sind harmlos“, hatte Sportchef Klaus Allofs kürzlich gemosert. Und drittens: Kommt morgen mit Hannover 96 ein Gegner ins Weserstadion, der sich auf Standards spezialisiert hat.

Die Hälfte aller Saisontore (15 von 30) gelangen „96“ nach ruhenden Bällen – diese Quote ist Spitze in der Bundesliga. „Wir müssen kompakt stehen und eng dran sein am Mann“, mahnt Werder-Keeper Tim Wiese deshalb und fügte etwas martialisch an: „Wir müssen unser Tor bis aufs Blut verteidigen.“

Der Standard-Vergleich - Werder Bremen - Hannover 96

Das wird auch bitter nötig sein. Hannover ist bei Standardsituationen zurzeit gefährlicher denn je – besonders bei Ecken, was vier Tore in den letzten drei Spielen belegen. Drei davon hat der absolute Flanken-Fachmann vors Tor gezwirbelt. Linksfuß Christian Pander „schlägt die Bälle sehr riskant“, weiß sein Trainer Mirko Slomka, „aber wenn sie kommen, dann sind sie sehr gefährlich.“ Insgesamt sieben Tore hat der 28-jährige Linksverteidiger Pander, der vergangene Woche sein 100. Bundesliga-Spiel bestritt, in dieser Saison per Ecke (5) oder Freistoß (2) schon vorbereitet. Über dessen besondere Qualitäten schwärmte einst schon Ralf Rangnick, sein Trainer beim FC Schalke 04: „Die Bälle fliegen wie Brandfackeln in den Strafraum.“ Das weiß auch Werder. „Der Pander schlägt die Dinger sehr gut. Da müssen wir aufpassen, uns gegenseitig unterstützen und unnötige Standards verhindern“, fordert Kapitän Clemens Fritz.

Training am Freitag

Training von Werder Bremen am Freitag

Doch die Bremer wollen sich nicht zu sehr beeindrucken lassen. „In den letzten Spielen standen wir bei gegnerischen Standards recht sicher, da haben wir uns verbessert“, findet Marko Marin. Weiterer Mutmacher für Werder: Von den 15 Standard-Treffern schoss Hannover nur drei auswärts. · mr/csa

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