Serie, Teil 2: Wo spielt eigentlich . . . ?

Boubacar Sanogo in der Versenkung verschwunden

Nur ein Tor in 30 Ligue 1-Spielen für den AS St. Etienne – diese magere Quote ist für Boubacar Sanogo wohl das Ticket in die zweite französische Spielklasse.

Werder Bremen - ST. ETIENNE · Wahrscheinlich freut sich Klaus Allofs noch heute über das tolle Geschäft mit Boubacar Sanogo: Im Sommer 2009 verkaufte der Werder-Boss den Stürmer für knapp fünf Millionen Euro an den AS St. Etienne, das waren rund 500 000 Euro mehr, als die Bremer zwei Jahre zuvor an den Hamburger SV überwiesen hatten.

Dabei hatte „Bouba“ an der Weser trotz seiner elf Tore in 31 Bundesliga-Spielen keine Bäume ausgerissen, war nach gutem Start ziemlich abgetaucht.

„Wir danken ,Bouba‘ für seinen Einsatz bei Werder Bremen und wünschen ihm viele Tore und großen Erfolg in St. Etienne“, gab Allofs dem Ivorer mit auf den Weg. Doch dem Nationalspieler gelang beim französischen Traditionsclub weder das eine noch das andere. In 30 Spielen in der Ligue 1 erzielte der Angreifer nur einen (!) Treffer. Wegen seiner Torflaute blieb ihm schnell nur die Rolle des „Jokers“. Wenig Erfolg gab es auch im Verein. „Les Verts“ (die Grünen), wie sie in Frankreich genannt werden, dümpelte in den vergangenen beiden Jahren im unteren Mittelfeld herum.

Wie bei Werder gibt es in St. Etienne erstaunliche Geschichten über „Bouba“ zu erzählen. In Bremen war es die Trainingsschlägerei mit Carlos Alberto. In St. Etienne überraschte der Afrikaner mit merkwürdigen Krankheiten. Als er im vergangenen Juli ein Probetraining bei Celtic Glasgow absolvieren sollte, sagte er kurzfristig wegen Zahnschmerzens ab. Einen Tag vor Transferschluss sollte Sanogo eigentlich zum AS Monaco wechseln. Doch anstatt zum medizinischen Check ins Fürstentum zu fahren, ließ sich der frühere Bremer an den Nasennebenhöhlen operieren. Der AS Etienne blieb auf seinen teuren Spieler mit üppigem Gehalt sitzen. Quasi ohne Gegenleistung, denn in dieser Saison stand Sanogo nicht einmal im Kader. Nun ist aber eine Lösung in Sicht: Zweitligist AS Monaco ist weiter an Sanogo interessiert, hat den 28-Jährigen zum Probetraining eingeladen – und der Angreifer ist auch am Montag im Fürstentum eingetroffen. Der französische Verband gestattet unter bestimmten Voraussetzungen einen Wechsel außerhalb der Transferperiode. St. Etienne könnte Sanogo also doch noch vor Ablauf des Vertrags im Juni loswerden. Nach dem Testspiel morgen gegen Olympique Marseille soll eine Entscheidung fallen. Im Sommer hatten sich beide Clubs bereits auf eine Ablösesumme von unter einer Million Euro geeinigt. Grund genug, dass sich Klaus Allofs wegen seines Fünf-Millionen-Deals noch immer auf die Schulter klopfen kann. · bis

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