Borowskis schnelle Rückkehr nach München

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Tim Borowski (rechts)  ist vor der Rückkehr nach München besonders motiviert.

Bremen - Nach der eiligen Rückkehr zu Werder Bremen erlebt Tim Borowski ein schnelles Wiedersehen mit Bayern.

Nur viereinhalb Wochen nach dem Ende des reichlich missglückten Ausflugs zum deutschen Meister trifft der 33-malige Fußball-Nationalspieler am Samstag in München wieder auf seine ehemaligen Kollegen. Und der 29 Jahre alte Bundesligaprofis ist nach dem „komischen und kuriosen“ Gastspiel bei den Bayern besonders motiviert. „Das ist doch normal, dass man bei einem Spiel gegen seinen alten Verein brennt“, bestätigt Borowski.

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Mit großen Zielen war der gebürtige Mecklenburger nach zwölf Jahren bei Werder 2008 Richtung Süden ausgebrochen, hatte sich sogar für den Besuch auf dem Oktoberfest eine Lederhose angezogen. Doch ihn ereilte das gleiche Unglück wie die ehemaligen Bremer Andreas Herzog und Torsten Frings - er konnte sich nicht durchsetzen, kehrte schnell und reumütig zurück. Dennoch versucht Borowski ein versöhnliches Fazit zu ziehen. „Ich möchte diese tolle Erfahrung nicht missen“, sagt der Mittelfeldspieler, der sich unter Jürgen Klinsmann ebenso wenig einen Stammplatz erkämpfen konnte wie unter Jupp Heynckes . „Es gab einige Gespräche, die aber nicht zum Erfolg geführt haben“, berichtet der Kurzzeit-Bayer: „Es fehlte mir die Argumentation für das Nicht-Spielen.“ Er war unfreiwillig zum Edel- Joker geworden, wurde bei 26 Bundesliga-Spielen 20 Mal eingewechselt. Zudem verlor Borwoski in der abgelaufenen Saison seinen Platz in der Nationalmannschaft.

Die DFB-Auswahl und die Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 sind denn auch ein Grund für den schnellen Rücktransfer gewesen. „Ich würde gerne in die Nationalmannschaft wieder zurückkehren“, gibt der 29-Jährige zu, und dafür benötigt er einen Stammplatz. Dafür nahm Borowski sogar Einbußen hin: „Ich wollte zurück zu Werder. Und dann muss man einfach auch bereit sein, auf Geld zu verzichten.“ Sein bislang letztes Länderspiel bestritt er am 19. Juni 2008 beim 3:2 über Portugal im EM -Viertelfinale. „Wenn seine Leistungen stimmen, dann ist es für mich keine Frage, dass er wieder ein Thema für die Nationalmannschaft wird“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Beim ersten Saisonspiel gegen Frankfurt war das noch nicht der Fall. Borowski zeigte sich beim 2:3 von seiner langsamen und lethargischen Seite - so wie oft in seinem bisher letzten Bremen-Jahr.

Seine beste Zeit im Werder -Dress erlebte Borowski an der Seite des exzentrischen Regisseurs Johan Micoud, der ihn häufiger verbal antrieb. „Wenn wir mit Werder einen positiven Lauf bekommen und ich einen großen Anteil daran habe, dann ergeben sich viele Dinge von selbst“, sagt Borowski. Mit seinem körperlichen Voraussetzungen und seinem spielerischen Talent könnte Borowski tatsächlich internationales Spitzenniveau erreichen. Ob seine Motivation dafür reicht, wird sich freilich nicht am Samstag gegen seinen Ex-Club, sondern erst im Laufe der langen WM -Saison zeigen.

Von Michael Rossmann, dpa  

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