Berater Neubauer hält erneutes Engagement bei Werder für denkbar

Borowski – die Rückkehr des verlorenen Sohnes?

Die Bayern wollen Tim Borowski (Bild) nicht mehr – eine Rückkehr zu Werder ist laut Berater Jörg Neubauer denkbar.

Werder-Bremen - MÜNCHEN (Eig. Ber.) n Tim Borowski genießt derzeit die spanische Sonne. Doch der Mittelfeldspieler liegt im Urlaub nicht nur auf der faulen Haut. Er hält sich „fit für neue Aufgaben“, wie der 29-Jährige süffisant anmerkt. Denn seit dem Wochenende steht offiziell fest: Der FC Bayern München will die Dienste des ehemaligen Bremers nicht länger in Anspruch nehmen. Borowski, an der Isar noch bis 2011 unter Vertrag, kann sich einen neuen Verein suchen. Nach nur einem Jahr in München soll „Boro“ wieder seine Koffer packen.

Am vergangenen Mittwoch wurde Borowskis Berater Jörg Neubauer von Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge davon unterrichtet, „dass der Verein nicht mehr mit Tim plant“. Neubauer: „Und Tim ist zu Recht enttäuscht. Denn man hat ihm einfach keine richtige Chance gegeben.“

Borowski war erst im Sommer 2008 ablösefrei und mit großen Erwartungen zu den Münchnern gewechselt. Dort allerdings kam der große Blonde nie über den Status des Edeljokers hinaus. Immerhin erzielte Borowski in den drei Wettbewerben sieben Tore für die Bayern. Warum er trotzdem nicht häufiger in der Startelf stand, ist Neubauer schleierhaft. „Da hat man einen Mann wie Klinsmann schalten und walten lassen, ohne dass mal jemand eingegriffen und gesagt hat: ,Da haben wir doch noch jemanden, der im ersten Halbjahr die wenigen Chancen, die er hatte, auch genutzt hat‘“, kritisiert Neubauer: „Sieben Tore für die Bayern bei der kurzen Einsatzzeit: Das ist doch kein schlechter Wert.“

Dass Borowski von den Bayern jetzt vor die Tür gesetzt wird, bezeichnet der Spielerberater als Ärgernis. Neubauer weiß aber auch: „Wir bewegen uns im Profifußball. Deswegen müssen wir darüber nicht weiter fabulieren.“

Vielmehr will er sich jetzt mit der Situation auseinandersetzen und „eine adäquate Beschäftigung“, für seinen Schützling finden. Neubauer hat sich bereits auf die Suche nach einem neuen Club begeben. „Lose Anfragen“ gibt es, bestätigt der Spielerberater, aber noch keine konkreten Gespräche über einen Wechsel. Der HSV und der VfL Wolfsburg sollen interessiert sein. Heißer könnte aber die Spur nach Bremen werden. Kehrt Borowski, der verlorene Sohn, der zehn Jahre für Werder gespielt hat, an die Weser zurück? „Das ist denkbar“, sagt Neubauer: „Für Tim wäre das eine interessante Geschichte. Man muss sehen, ob sich das realisieren lässt oder nicht.“

Als Borowski den Entschluss gefasst hatte, zu den Bayern zu gehen, „hat Tim von Beginn an offen und ehrlich kommuniziert. Er ist als anständiger Junge von Bord gegangen“, sagt Neubauer: „Insofern kann er auch dahin zurückkehren, woher er gekommen ist. Werder ist und bleibt eine große Adresse im deutschen Fußball.“

Sportlich würde es für Werder Sinn machen, Borowski zurück an die Weser zu holen. Die Bremer suchen unabhängig vom Marin-Transfer noch einen weiteren Mittelfeldspieler. Borowski kennt Mannschaft und Club wie seine Westentasche, hat die sportliche Qualifikation und dürfte – was nicht unerheblich ist – schlussendlich auch zu finanzieren sein. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass die Bayern für einen Spieler, den sie loswerden wollen, noch eine hohe Ablösesumme fordern. Neubauer: „Tim ist ablösefrei gekommen, die Bayern haben kein Interesse mehr an seiner Arbeit. Wenn Herr Rummenigge mich anruft und sagt: ,Wir brauchen ihn nicht mehr‘, dann kann es nicht dazu führen, dass die Bayern noch große Forderungen stellen.“

Freilich, so Neubauer, bleibe es jetzt erstmal abzuwarten, wie überhaupt die Interessenslage in Sachen Borowski bei Werder ist.

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