Mittelfeldspieler setzt sich mit einer für ihn enttäuschenden Saison auseinander

Borowski räumt ein: „Ich wollte wohl zu viel“

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Nach einer enttäuschenden Saison will Tim Borowski diese Jahr wieder richtig Gas geben.

Norderney · Mit hohen Erwartungen war Tim Borowski im vergangenen Jahr nach nur einer Saison vom FC Bayern München an die Weser zurückgekehrt. Doch erfüllen konnte sie der Mittelfeldspieler nicht.

So fand sich der 30-Jährige häufig auf der Bank wieder. Bei seinen eigenen Ansprüchen war das viel zu wenig. Das weiß „Boro“. Und er spricht deshalb nicht nur „von einem durchwachsenen Jahr“, sondern schiebt erstmals auch die Begründungen nach, warum es für ihn nicht nach Wunsch gelaufen ist.

„Ich hatte mir nach meiner Rückkehr aus München unheimlich viel vorgenommen und wollte auch die Erwartungen, die in mich gesetzt werden, erfüllen. Dabei habe ich wohl überpaced“, räumt der Mittelfeldspieler ein. Er habe es besonders gut machen wollen, „vielleicht noch mehr, als man von mir erwartet hat“, sagt Borowski. Doch der Schuss ging nach hinten los, weil er sich damit anscheinend zu sehr unter Druck gesetzt hat. „Mir hat die Lockerheit gefehlt, die man braucht“, räumt Borowski, der sich selbst als seinen größten Kritiker bezeichnet, ein: „Und wenn du dir dann zu viele Gedanken machst, dich zu sehr damit beschäftigst, findest du nicht zu deiner Bestform.“

Jetzt nimmt Tim Borowski den nächsten Anlauf. Er hat aus der vergangenen Saison gelernt, will das, was er falsch gemacht hat, besser machen. „Ich weiß doch, dass ich Fußball spielen kann“, erklärt der ehemalige Nationalspieler: „Ich muss jetzt in der Vorbereitung wieder richtig Gas geben und arbeite intensiv daran, mir meine Position wieder ein Stück weit zurückzuholen.“ Und er ist felexibel. Ob als Sechser oder auf einer der Außenpositionen, „ich kann beides spielen. Entscheidend wird dabei sein, welches System wir spielen“, weiß er.

Seine Mannschaft sieht Borowski für die neue Saison bestens aufgestellt. „Wir haben gute Spieler und ein gutes Team. An erster Stelle steht die Qualifikation zur Champions League. Es ist immens wichtig – für uns und den Club –, dass wir uns für die Königsklasse qualifizieren“, gibt Borowski das erste Saisonziel aus. Die Teilnahme an der Champions League „würde uns für den weiteren Saisonstart viel Selbstvertrauen geben.“

Alles weitere, so Borowski, sei schwer vorrauszusagen. Fakt aber sei: „Wir brauchen uns sportlich vor keinem zu verstecken.“ Ein Vorteil der Bremer ist nach Meinung des Mittelfeldspielers, „dass wir seit Jahren eine klare Philosophie fahren. Diese Konstanz ist ein Erfolgsrezept“, behauptet „Boro“: „Das verkennt man vielleicht, weil es unspektakulär ist. Aber es ist ein Vorteil.“

Konstanz will Tim Borowski jetzt auch in sein Spiel bekommen, damit das zweite Jahr nach seiner Rückkehr aus München nicht wieder so ein enttäuschendes wird wie das erste.

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