Tim Borowski kehrt zu Werder zurück – als sportlicher Leiter der U23

„Ein phantastischer Schritt“

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Tim Borowski ist bestens gelaunt, denn mit der Rückkehr zum SV Werder geht für den 34-Jährigen ein kleiner Traum in Erfüllung.

Bremen - Drei Mal hat er den SV Werder verlassen – ein Mal Richtung FC Bayern München (2008), ein Mal in den Fußball-Ruhestand (2012) und einmal nach seiner Ausbildung zum Manager (2014). Doch Tim Borowski kann nicht ohne Werder, und der Club offenbar auch nicht ohne ihn.

Also kehrt der 34-Jährige ein drittes Mal zurück, diesmal als sportlicher Leiter der U23 – und Borowski schwärmt: „Ich freue mich riesig, wieder im Verein tätig zu sein. Das ist ein phantastischer Schritt für mich, einfach perfekt in meiner Situation.“

Der Ex-Profi, der mit 16 Jahren zu Werder kam und 210 Bundesliga-Spiele für die Grün-Weißen bestritten hat, erhält einen Dreijahres-Vertrag und ist halber Nachfolger von Frank Baumann. Der Direktor Profifußball und Scouting scheidet Ende Juni freiwillig aus seinem Amt. Seine Aufgaben werden künftig von Borowski und Teammanager Tim Barten übernommen. Ihnen sind Sportdirektor Rouven Schröder und Geschäftsführer Thomas Eichin übergeordnet.

Das Ziel: Werder will den finanziellen Nachteil gegenüber der Konkurrenz mit mehr und besserem Personal wettmachen. Es soll mehr gescoutet werden, um clevere Transfers hinzubekommen, und die Talente dürfen sich künftig über eine noch bessere Betreuung freuen. Unter anderem von Borowski, der diesen Weg bei Werder einst selbst erfolgreich gegangen ist. „Das wirkt“, glaubt Zlatko Junuzovic und lobt den ehemaligen Mitspieler: „Er wird ein sehr gutes Vorbild für die jungen Spieler sein.“

Auch Eichin hält Borowski für die optimale Lösung: „Er kennt den Verein, und er hat in den letzten Monaten fast jedes Spiel der U23 gesehen.“ Nicht nur in den letzten Monaten, auch als Profi zog es Borowski immer wieder auf Platz 11. „Ich finde es einfach total interessant, mir Talente anzuschauen und deren Entwicklung zu verfolgen. Gerade der Übergang von der Jugend zu den Senioren ist total spannend. Ich werde den Jungprofis zeigen, was alles möglich ist“, sagt der 34-Jährige, der damit nicht bis zum 1. Juni – seinem offiziellen Vertragsbeginn – warten will: „Der Ehrgeiz ist natürlich da, den Staffelstab nicht kalt zu übernehmen.“

14 Ex-Profis bei Werder Bremen

Also wird Borowski in den nächsten Wochen viel mit Baumann sprechen und die eine oder andere Entscheidung hinsichtlich der U23 schon mittreffen. Zu seinen Aufgaben gehört auch der Austausch mit Bundesliga-Coach Viktor Skripnik und dessen Co-Trainern Torsten Frings, Florian Kohfeldt und Christian Vander. Bis auf Kohfeldt hat Borowski mit allen für Werder gespielt. Nun wollen sie in anderen Positionen den Club erfolgreich machen.

Typisch Werder? Nur bedingt. Eichin betont zwar, „dass wir mit der Integration von Tim Borowski unseren Werder-Weg fortsetzen, auch immer wieder Vollblut-Werderaner in unser Management einzubauen“. Der Geschäftsführer stellt aber zugleich klar, dass Borowski den Job nicht ausschließlich wegen seines Stallgeruchs bekommen hat. Er habe ihn sich durch seine Weiterbildung nach der Profi-Karriere verdient. Der Ex-Nationalspieler war bei Werder in eine 18-monatige Managerlehre gegangen und hat auch ein Sportmanagement-Studium abgeschlossen. „Tim hat nun eine verantwortungsvolle Aufgabe und kann sich bei uns weiterentwickeln“, sagt Eichin. Und Borowski verspricht: „Beide Seiten werden profitieren.“

kni

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