Werder-Boss Allofs ist zu einem Gespräch mit dem Ex-Bremer durchaus bereit

Borowski kann kommen, wenn die Finanzen stimmen

Zwei, die sich offenbar verstehen: Vor anderthalb Jahren flachsten Tim Borowski (links) und Klaus Allofs im Trainingslager in Belek, obwohl der Werder-Profi kurz zuvor seinen Wechsel zu den Bayern verkündet hatte.

Werder-Bremen - BREMEN n Urlaub beendet, Klaus Allofs ist seit gestern wieder in Bremen. Und nach seiner eigenen musste sich der Werder-Boss gleich mit einer anderen Rückkehr beschäftigen. Schließlich hatte Tim Borowski über seinen Berater Jörg Neubauer durchblicken lassen, dass er nach seiner vermeintlichen Ausmusterung beim FC Bayern München gerne wieder für Werder Bremen spielen würde (wir berichteten). Das schrie natürlich nach einer schnellen Nachfrage: Also Herr Allofs, wie wär’s mit einer Rückholaktion? Und die Antwort des 52-Jährige hatte es in sich: „Wenn so eine Situation entstehen würde, dann wäre das schon interessant.“

Da geht doch was. Nach nur einem Jahr könnte der verlorene Sohn, immerhin kickte Borowski ein Jahrzehnt lang für Werder, wieder ein grün-weißes Trikot tragen. Mit seiner Erfahrung würde der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler der jungen Bremer Truppe sicher gut tun. Doch Allofs verbat sich jegliche Euphorie und äußerte sich lieber vorsichtig. „So eine

nDen Weggang

neinst bedauert

Rückkehr ist nur unter gewissen Voraussetzungen möglich. Tim hat uns ja nicht in erster Linie aus sportlichen Gründen verlassen“, erinnerte Allofs und spielte damit auf die Finanzen an. Beim FC Bayern hatte Borowski einen lukrativen Dreijahresvertrag (bis 2011) unterzeichnet, und seitdem verdient er dort wesentlich mehr als zuvor in Bremen. Bei einer Rückkehr müsste der 29-Jährige ganz sicher finanzielle Abstriche machen. Abzuwarten bleibt auch, wieviel die Bayern bei einem Wechsel kassieren wollen. Allzu teuer dürfte Borowski allerdings nicht werden. Zum einen kam er vor einem Jahr ablösefrei an die Isar, zum anderen wollen ihn die Münchner nicht mehr behalten. So etwas drückt den Preis in der Regel gewaltig.

„Darüber möchte ich hier und jetzt nicht spekulieren“, gab sich Allofs zurückhaltend. Offener wird er möglicherweise schon bald mit Borowski selbst und möglicherweise auch den Bayern reden. „Tim war so lange hier, allein schon deshalb kann ich mir grundsätzlich sehr gut vorstellen, mit ihm darüber zu sprechen“, erklärte Allofs. Von den sportlichen Fähigkeiten des WM-Teilnehmers von 2006 ist der Werder-Boss jedenfalls vollauf überzeugt: „Wir haben es damals bedauert, dass Tim uns verlassen hat. Das zeigt doch, was wir von ihm halten. Diese Meinung ändern wir nicht, nur weil Tim vielleicht ein schwieriges Jahr bei den Bayern hatte.“

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