Auch Wolf, Schmitz und Fritz extrem schwach

Borowski und Hunt laufen nur langsam mit

Werder-Bremen - Tim Wiese: Als die Uhr gnadenlos dem Ausscheiden entgegen tickte, versuchte sich der Torhüter als Rammbock im gegnerischen Strafraum – erfolglos. Seinen eigentlichen Job als Toreverhinderer hatte er zuvor zufriedenstellend erledigt – mit einer Glanztat gegen Sandro Sirigu verhinderte er die vorzeitige Entscheidung (67.). Bei den Gegentoren machtlos.Note 3

Clemens Fritz: Die Kapitänsbinde am Arm und Blei in den Beinen. In Laufduellen meistens der Verlierer – wie vor dem Tor zum 1:2, als der Linksverteidiger Christian Essig nicht an der Vorbereitung hindern konnte. Zudem kaum gelungene Aktionen. Ganz schwach.Note 6

Sokratis: Seine Pflichtspielpremiere im Werder-Trikot verlief glanzlos, aber wenigstens ohne gravierende Fehler. Note 4

Andreas Wolf: Ein glattes „Ungenügend“ für seinen ersten Werder-Einsatz. Der Ex-Nürnberger, als Retter der Innenverteidigung geholt, bewies unübersehbare Defizite – besonders im Zweikampfverhalten. Wolf grätschte nicht nur beim 1:2 gegen Torschütze Marc Schnatterer ins Leere. Oft reichte eine Körpertäuschung, um ihn zu verladen.Note 6

Lukas Schmitz: Oje, es sieht nicht so aus, als hätte Werder das Problem auf der Linksverteidigerposition mit Schmitz gelöst. Dem ehemaligen Schalker fehlen Übersicht und Abgeklärtheit. Fehler pflasterten seinen Weg. Immerhin: Als Werder in den Schlussminuten volles Risiko ging, setzte er sich offensiv als Flankengeber in Szene. Eine Hereingabe brachte gar die Chance zum 2:2, die Wagner jedoch vergab. Note 5,5

Philipp Bargfrede: Als „Sechser“ der Mittelfeldraute spielte er gar nicht schlecht. Bargfrede versuchte wenigstens, die Initiative zu ergreifen.Note 3,5

Tim Borowski (bis 61.): Letzteres kann von ihm nicht behauptet werden. Statt als einer der Erfahrensten im Team Führungsqualitäten zu beweisen, spielte Borowski seinen Ein-Tempo-Fußball – und das diesmal auch noch besonders langsam. Note 6

Aaron Hunt (bis 73.): Nur in den Anfangsminuten agil, danach klappte quasi nichts mehr. Schon nach 24 Minuten mit einem Frustfoul an Schnatterer, das ihm Gelb einbrachte. Für Hunt gilt wie für Borowski: ein Ausfall.Note 5,5

Marko Marin: Was tun, wenn es keine Anspielstationen gibt? Selber probieren. Also dribbelte Marin ein ums andere Mal durch das Heidenheimer Abwehrdickicht. Meistens blieb er irgendwann hängen, aber allein der Mut unterschied ihn von den Kollegen. Einer seiner Versuche brachte den Elfmeter. Dass Marin ihn verschoss, macht ihn zur tragischen Figur. Note 4

Markus Rosenberg: Der Schuss zum 1:0 war gelungen – zugegeben. Aber davor und danach war von Rosenberg kaum etwas zu sehen. Note 4

Lennart Thy (bis 61.): Zum ersten Mal stand er in der Startelf. Doch seine Heidenheim-Kenntnisse nutzten dem Stürmer aus der Dritten Liga nichts. Bis auf eine kleine Beteiligung am 1:0 ohne Effektivität. Note 5

Marko Arnautovic (ab 61.): Kam für Thy und klebte der Anweisung des Trainers folgend auf der linken Seite. Dort oft am Ball, aber selten erfolgreich.Note -

Mehmet Ekici (ab 61.): Auch er gab seinen Pflichtspieleinstand, fand jedoch auch kein Mittel gegen die Betonabwehr des Gegners. Note -

Sandro Wagner (ab 73.): Kam als letzte Hoffnung. Als allerdings seine Kopfballchance zum Kullerball wurde (78.), war klar, dass auch er das Blatt nicht wenden würde. Note -

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