Born macht sich über Lemke lustig

Werder-Bremen - TWISTRINGEN (kni/tw) Für Jürgen L. Born ist es ein besonders beliebter Pflichttermin. Jedes Jahr greift er beim Twistringer Schützenfest montags zum Mikrophon und unterhält die über 2 000 Besucher im prallgefüllten Festzelt mit seinen bekannt flotten Sprüchen. Gestern Morgen auch.

Doch diesmal bekam nicht die Bundesliga-Konkurrenz in München oder Hamburg ihr Fett weg, sondern der ehemalige Werder-Boss knöpfte sich ausgerechnet Willi Lemke vor. Und das auf eine unschöne Weise, die dem Aufsichtsratsvorsitzenden ganz bestimmt nicht gefallen wird.

„Ich habe einen neuen Freund, der heißt Willi Lemke“, war noch ein Born-Spruch der harmloseren Sorte beim Schützenkommers. Der 68-Jährige kannte plötzlich keine Grenzen mehr: „Willi Lemke hat sich gerade für ein Management-Seminar auf Helgoland angemeldet. Für „Management by Jeans“ – an jeder Stelle eine Niete . . .“ Und es folgte noch ein wenig geschmackvoll umgedichteter Witz zum Umbau des Weserstadions: „Die Verantwortlichen haben sich für die Zukunft einen Gag ausgedacht. In jeder Fahnenecke bauen die Handwerker einen Startblock. In der Spielfeldmitte steht ein Pokal mit 50 000 Dollar. In einer Ecke steht ein Twistringer, in der nächsten Willi Lemke, in der dritten Ecke ein leiser Gitarrenspieler und in der vierten Diego. Auf Kommando rennen alle los – und wer gewinnt? Natürlich der Twistringer. Denn: Es gibt keinen leisen Gitarrenspieler, Willi Lemke hat die Regeln nicht verstanden – und Diego würde doch wegen lumpiger 50 000 Dollar nicht losrennen.“

Mit Born war übrigens auch sein Freund Hans Schulz nach Twistringen gekommen. Der Werder-Aufsichtsrat hielt allerdings keine Rede. Aber er hatte ja auch schon im Vorfeld genug zum Thema Lemke gesagt.

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