Boenisch jetzt auch Pole

Sebastian Boenisch

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Eigentlich hätte Sebastian Boenisch gestern Mittag bei der Mannschaftsbesprechung der polnischen Nationalmannschaft sein müssen.

Doch Werder Bremens Linksverteidiger, der am Samstag beim 1:1 gegen die Ukraine für sein Geburtsland debütiert hatte, durfte sich anderen Dingen widmen. „Ich habe frei bekommen, um endlich meinen polnischen Pass abzuholen und saß zu der Zeit der Teambesprechung auf der Meldestelle“, sagte der 23-Jährige. „Der Beamte, der mir den Pass überreicht hat, hat sich gefreut und mir viel Glück gewünscht. Dass ich jetzt für mein Geburtsland spiele, ist hier schon ein Thema“, erklärte Boenisch.

In den vergangenen Tagen war der Linksverteidiger ein gefragter Gesprächspartner gewesen. „Viel ändern wird sich aber für mich nichts“, erklärte Boenisch, „weil ich ja auch die deutsche Staatsbürgerschaft behalte. Ich kann jetzt für Polen Fußball spielen und komme in ein paar Länder mehr ohne Visum. Das ist ganz nützlich.“

Boenisch begründete noch einmal seine Entscheidung, künftig für Polen zu spielen, mit dem Werben des polnischen Verbandes. „Das hat mich beeindruckt. Sie haben mir deutlich gemacht, dass sie mich unbedingt wollen.“

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