Rückkehr nach Europa als mittelfristiges Ziel / Dutt und Eichin – „wunderbare Gesichter“

Bode: „Man braucht solche Visionen“

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Blick zurück, Blick nach vorne: Marco Bode. ·

Riede - Am Dienstag hat Marco Bode ein bisschen was zu feiern – dann ist der ehemalige Werder-Profi genau ein Jahr Aufsichtsratsmitglied beim Bremer Bundesligisten. Während der Gesprächsrunde „Werder direkt“ in Riede blickte der 44-Jährige schon mal zurück auf eine ziemlich ereignisreiche Zeit im Kontrollgremium des Vereins.

„Es gab gravierende Eingriffe in den Club und es ist einiges in Bewegung“, sagte Bode. Kurz nach seinem Amtsantritt am 5. November 2012 verabschiedete sich Sportchef Klaus Allofs nach Wolfsburg. „Mitten in der Saison den Chef unserer Lizenzspieler-Mannschaft zu verlieren, war mit ein paar Tagen Rückblick auf die Entscheidung von Klaus schon enttäuschend“, räumte Bode ein: „Wir sind da hineingeraten, ohne dass wir es beeinflussen konnten. Da waren wir alle gefordert. Wir wollten nach vorn sehen und dies als Chance nutzen, einen Generationswechsel einzuläuten.“ Werder verpflichtete Thomas Eichin als Allofs-Nachfolger – „und er passt sehr gut zu uns“, findet Bode.

Interview mit Robin Dutt

Einige Monate nach der Sportchef-Suche mussten die Bremer dann auch noch einen neuen Trainer finden. Das Aus von Thomas Schaaf kam letztlich aber nicht mehr überraschend, erinnert sich Bode: „Im Laufe der Rückrunde hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt ist, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die Trennung war einvernehmlich – und ich glaube, sie war richtig. Thomas Schaaf bleibt mein Freund und ein großer Trainer von Werder.“

Interview mit Marco Bode

So weit muss es der neue Coach Robin Dutt erst mal bringen. Doch Bode ist optimistisch. Wenn er sich das Tandem Dutt und Eichin anschaut, „sehe ich nur Positives. Schaaf und Allofs waren nicht immer die besten Freunde, aber sie hatten ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. Und das haben Robin und Thomas auch. Da gibt es eine gute Balance. Beide sind wunderbare Gesichter für die Außendarstellung des Vereins.“ Der Integrationsprozess des Duos ist „fast schon abgeschlossen“, urteilte Bode.

"Werder Direkt"

Die Entwicklung der Mannschaft dagegen längst noch nicht. Das 0:3 in Wolfsburg war für Bode „schon ein wenig ernüchternd. Davor hatte ich das Gefühl, das Team ist schon ein bisschen weiter. Aber wir akzeptieren das“, betonte der Bremer Ehrenspielführer: „Wir arbeiten geduldig, aber beharrlich weiter.“

Auf Dauer, das betonte Bode jedoch auch, „kann es nicht unser Anspruch sein, Mittelmaß zu akzeptieren“. Die Rückkehr ins internationale Geschäft sei das mittelfristige Ziel. Bode: „Man braucht solche Visionen, das ist wichtig als Antrieb.“ · mr/ck/kni

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