Bode kündigt intensivere Gespräche mit Eichin an / Di Santo wird zur Risikopersonalie

Fortschritt und Stillstand

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In eigener Sache und darüber hinaus steht Thomas Eichin vor wichtigen Entscheidungen.

Bremen - Jetzt geht es bei Werder Bremen in die Vollen – jedenfalls in der Vertragssache Thomas Eichin. Marco Bode, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, kündigt an, die Gespräche mit dem Geschäftsführer Sport „in den nächsten Wochen intensiver zu gestalten“.

Übersetzt heißt das: Nach einer Aufsichtsratssitzung gibt es grundsätzlich grünes Licht für eine Vertragsverlängerung mit Eichin. Die Inhalte des neuen Arbeitspapieres können nun ausgehandelt werden. Bode: „Wir sind weiter in vertrauensvollen Gesprächen und gehen entspannt mit der Situation um. Ich bin optimistisch, dass wir gute Gespräche führen werden.“

Thomas Eichin ist seit Februar 2013 der für die sportlichen Entscheidungen verantwortliche Geschäftsführer bei Werder. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2016. Gründe, die Zusammenarbeit nicht fortzusetzen, gibt es kaum. Nur wenige Entscheidungen Eichins gingen daneben, die meisten passten. Der 48-Jährige hat also eine gute Verhandlungsposition.

Ein zeitnaher Abschluss, das deutete Bode an, sei in den Verhandlungen allerdings nicht zu erwarten. „Wir werden alles in Ruhe und intern besprechen.“ Ein Endlosthema soll es aber auch nicht werden. Das Ziel ist, so Bode, während der Sommerpause zu einer Entscheidung zu kommen.

Thomas Eichin arbeitet parallel wichtige Personalien aus dem Spielerkader ab. Eljero Elia, Nils Petersen, Ludovic Obraniak, Luca Caldirola und Cedrick Makiadi sollen allesamt verkauft werden. Die wichtigste Baustelle wird Eichin in diesem Sommer aber sehr wahrscheinlich nicht schließen können. Denn mit Stürmer Franco Di Santo geht es nicht voran – und schon gar nicht in die Vollen. Aus der angestrebten vorzeitigen Verlängerung des bis 2016 datierten Vertrages wird eher nichts – das deutet Eichin im Interview mit dem „kicker“ erneut an. Sollte Di Santo (13 Saisontore) jetzt nicht unterschreiben, „wird es unsere Aufgabe sein, Franco dann ein Jahr lang davon zu überzeugen, seinen Vertrag zu verlängern. Wir haben eine Entscheidung angestrebt, doch wir haben nun mal keine Handhabe, es zu forcieren“, erklärt der Geschäftsführer.

Werder würde notgedrungen das Risiko eingehen, den aktuell viele Millionen Euro versprechenden Argentinier 2016 ablösefrei zu verlieren. „Wenn es so kommt, dann ist es halt so. Es wäre schade, doch es ist nicht auszuschließen“, meint Eichin und erinnert, dass Di Santo vor zwei Jahren auch ablösefrei aus England nach Bremen gekommen war. Derzeit würden ihm keine Angebote für den 26-Jährigen vorliegen.

csa

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