Ex-Profi über seinen neuen Werder-Job

Bode: „Ich bin lagerfrei“

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Marco Bode freut sich auf seinen Job im Aufsichtsrat bei Werder. ·

Bremen - Zehn Jahre nach seinem letzten Pflichtspiel für Werder meldet sich Marco Bode bei seinem Club zurück – als Aufsichtsrat. Der 43-Jährige bestätigt, dass er sich am Montag, 5. November, auf der Mitgliederversammlung zur Wahl stellen wird.

Kritikern, die Bodes Nähe zu den Clubverantwortlichen bemängeln und ihn deshalb bereits als mutlosen Gefolgsmann abstempeln, hält Bode entgegen: „Ich bin lagerfrei. Ich habe meine eigene Meinung, die ist mir sehr wichtig und die werde ich auch sagen. Aber mit wildem Aktionismus ist niemandem geholfen.“

Das gelte, so der Ex-Nationalspieler, auch für die aktuelle sportliche Situation. „Thomas Schaaf wird die richtigen Schlüsse ziehen und die Sache in den Griff bekommen“, versichert Bode: „Dass es jetzt einen kleinen Dämpfer gegeben hat, das halte ich für normal. Es ist immer alles etwas wackelig, wenn man so viel verändert hat.“ Wichtig sei es nun, „dass die Mannschaft nicht den Glauben an ihre Fähigkeiten verliert. Das ist ein gutes Team, davon bin ich weiterhin überzeugt. Diese Zäsur war wichtig und richtig.“

Den Vorwurf, Schaaf würde mit zu vielen offensiven Spielern agieren, hält Bode für falsch. „Wir haben früher manchmal auch mit sechs Stürmern gespielt, und das hat funktioniert. Es kommt immer darauf an, wie man das auf dem Spielfeld umsetzt.“ Allerdings würde er Werder raten, speziell auswärts künftig abwartender zu agieren: „Die Mannschaft ist spielerisch noch nicht in der Lage, einen Gegner auseinanderzunehmen. Und selbst Dortmund und Bayern halten sich auswärts erst zurück und kontern dann.“

Defensive zuerst – diese Taktik will Bode auch bei seinem neuen Werder-Job anwenden: „Das ist eine Rolle, die ich erst kennenlernen muss.“ Immerhin konnte er sich schon länger darauf vorbereiten. Vor einem Jahr wurde er zum Ersatzkandidaten gewählt – und schon damals war klar, dass er nun in den Aufsichtsrat einziehen soll. „Ich freue mich darauf, dass ich die langfristige Perspektive dieses Clubs mitbestimmen kann“, sagt Bode und schwärmt regelrecht von dem Verein, dem er seit 1988 angehört: „Werder ist seit 25 Jahren sehr, sehr erfolgreich – erst mit Otto Rehhagel, jetzt mit Thomas Schaaf. Diese Philosophie muss man erhalten, aber sich gleichzeitig auch modernisieren.“ Werder sei dabei aber schon auf einem guten Weg mit seiner ausgegliederten Kapitalgesellschaft. Deren Aufpasser wird Bode zusammen mit seinen fünf Aufsichtsratskollegen sein. · kni

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