Lukas Schmitz hat seinen Stammplatz in der Viererkette zurück

Bloß nicht wieder zu sicher sein

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Linksverteidiger Lukas Schmitz hat seinen Stammplatz in der Viererkette zurück.

Bremen - Eigentlich hätte Lukas Schmitz derzeit gute Gründe, redselig zu sein. Er hat sich den Platz als Linksverteidiger geschnappt und lieferte dort gegen Gladbach und zuletzt in Fürth solide Leistungen ab.

Aber der 24-Jährige spricht dennoch „nicht so gerne“ über sich. Wenn es um die eigene Leistung geht – und die Chancen, sich dauerhaft in der Bremer Viererkette zu etablieren – , ist er sehr vorsichtig. „Es tut gut, zu spielen“, sagt Schmitz immerhin, „aber das kann nur der Anfang sein.“

Der ehemalige Schalker weiß, dass das gerade mühsam Erarbeitete schnell wieder weg sein kann – er hat es selbst in dieser Saison schon erlebt. In der Vorbereitung überzeugte er im Training und den Tests, wirkte spritzig und enorm engagiert. „Er hat gut angefangen, hatte eine klare Linie“, lobte Trainer Thomas Schaaf seinerzeit, ließ aber einen Tadel folgen: „Dann hat er sich wohl etwas zu sicher gefühlt.“ Bei Schmitz hätten sich „die Fehler gehäuft“ (Schaaf), auch deswegen saß der Außenverteidiger beim Start der Pflichtspielsaison draußen und brauchte lange, um sich wieder aufzudrängen.

Erst am fünften Spieltag in Freiburg bekam er seinen ersten Einsatz, durfte in Freiburg von Beginn an ran. Gegen die Bayern kehrte er anschließend zwar auf die Bank zurück, doch danach folgten drei Startelf-Spiele am Stück (in Augsburg, gegen Gladbach und in Fürth). Sicher, Schmitz profitiert auch vom verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Clemens Fritz, der in dieser Saison mehrfach links verteidigt hat. Er gibt aber auch Gas, um seine Hauptkonkurrenten Aleksandar Ignjovski und Florian Hartherz hinter sich zu lassen. „Bei uns will jeder jedes Spiel machen, das ist doch klar. Und ich tue im Training auch weiterhin alles“, verspricht Schmitz.

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Die Steigerungen sind unverkennbar, findet Werders Sportchef Klaus Allofs: „Lukas hat sich stark verbessert, er ergreift mehr die Initiative – und das ist der Schlüssel, um gut zu spielen.“ Als Linksverteidiger müsse Schmitz „viel kommunizieren – mit den Innenverteidigern, mit dem Torwart, mit dem Spieler vor ihm. Egal, ob mit Reden, Zeichen oder Blickkontakt. Man muss sich sehr viel einbringen“, meint Ex-Profi Allofs. Und genau das mache Schmitz im Moment sehr gut. Er dürfe nun allerdings nicht nachlassen, gibt der Bremer Sportchef durch die Blume zu verstehen: „Keiner sollte das Gefühl haben, sicher in der Mannschaft zu sein. Dann wird man bequem – und das können wir uns nicht erlauben.“ · mr

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