Die „1“ bleibt die „1“

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Die Stammplatz-Garantie von Robin Dutt tut Sebastian Mielitz sichtlich gut. ·

Norderney - Viel weiß Robin Dutt noch nicht von seiner Mannschaft, doch eines ist für ihn sonnenklar: „Sebastian Mielitz geht als gesetzte Nummer eins in die Saison.“ Überraschung, Überraschung? Wohl nicht bei jedem Club wäre der Torhüter nach 66 Gegentoren in der Vorsaison bei einem neuen Coach unumstritten. Doch Dutt gibt dem 23-Jährigen einen großen Kredit. Damit Mielitz seinen Status verlöre, „müsste über einen langen Zeitraum schon viel passieren.“

Fehler en masse sind gemeint. Die hat sich Mielitz in seiner Premierensaison als Stammkeeper bei Werder Bremen nicht geleistet – und dennoch die zweitmeisten Gegentore aller Bundesligisten kassiert. Für Ex-Coach Thomas Schaaf war das stets ein Problem der ganzen Mannschaft, nicht allein das von Mielitz. Dutt sieht es genauso und stärkt dem Schlussmann mit seiner Entscheidung demonstrativ den Rücken. Die Entscheidung solle nicht „die Chancen der anderen schmälern“, meint der neue Cheftrainer – schließlich will er Richard Strebinger, die derzeitige Nummer zwei, und Raphael Wolf, den aktuell noch verletzten Ersatzkeeper, nicht entmutigen. „Aber selbst wenn Wolf gesund wäre, wäre Mielitz die Eins“, bekräftigt Dutt.

So viel Vertrauen in einen Mann, der bei Werder nicht unumstritten ist. Zu wenig Ausstrahlung, zu wenige Glanzparaden – diese Vorwürfe haben Mielitz durch die Saison begleitet. Anfangs hat ihn das belastet, gibt er zu: „Wenn man die Zeitung aufschlägt und liest nur schlechte Sachen über sich, ist das nicht so einfach. Das würde wohl jedem so gehen.“ Aber er sagt auch: „Die Kritik hat mich gestärkt. Ich gehe jetzt an viele Sachen gelassener ran, weil ich erfahren habe, wie man mit Kritik umgehen muss. Ich habe mir vorgenommen, diese Sachen nicht mehr so nahe an mich heranzulassen.“

Das würde ihm sicher leichter fallen, wenn ihm die gegnerischen Angreifer nicht mehr in grenzenloser Häufigkeit so nahe kämen. Robin Dutt wird darauf in der gerade erst angelaufenen Saisonvorbereitung einen Schwerpunkt legen. Dabei gilt es, Sokratis-Nachfolger Luca Caldirola zu integrieren und dafür zu sorgen, dass Sebastian Mielitz am Ende der Spielzeit nicht wieder sagen muss, dass es „nicht immer Spaß gemacht hat“, bei Werder im Tor zu stehen.

Aber natürlich ist ihm der Spaß nicht grundsätzlich vergangen. Im Gegenteil. Er freue sich auf die neue Saison, erklärt der ehemalige U 20-Nationaltorwart, der von der gewollten Aufbruchsstimmung bei Werder geradezu infiziert ist. Angesteckt von Robin Dutt bei dessen Antrittsrede. Als „sehr belebend, sehr euphorisierend“ habe er die empfunden, sagt Mielitz, dessen prä-saisonales Hochgefühl mit Dutts Vertrauensbeweis weiter gestiegen ist: „Das freut mich natürlich und bestärkt mich in meinem Auftreten.“

Training auf Norderney

Tag 2 auf Norderney

Und es bestärkt ihn in dem Glauben, dass ihm die Zukunft bei Werder gehört und er seine Zukunft nirgendwo anders verbringen will als im Bremer Tor. Einer Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags steht laut Mielitz jedenfalls nichts im Wege. Sportchef Thomas Eichin will den Nachfolger von Tim Wiese halten, und rennt damit bei Sebastian Mielitz offene Türen ein. Wann es passieren soll? „So bald wie möglich“, sagt er.

Drängeln will er aber nicht: „Jetzt ist es erstmal das Wichtigste, dass die Geschäftsführung die Mannschaft komplettiert. Da stelle ich mich hinten an. Ich habe Zeit.“ · csa

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