Kapitän Fritz macht in Optimismus, wünscht sich aber noch weitere Neuzugänge

Bitte nicht schwarzmalen

+
Denkt vorwärts: Clemens Fritz will mit Werder wieder erfolgreicher sein.

Bremen - Clemens Fritz war weit weg. „Irgendwo in Asien“, berichtet er. Der Kapitän des SV Werder wollte nach der schlimmen Rückrunde mal so richtig abschalten vom Fußball. Über Werder ist er trotzdem bestens informiert, das Internet macht‘s möglich. Vor dem Trainingsauftakt erklärt der 31-Jährige, was er von der neuen Saison erwartet.

Herr Fritz, heute geht‘s wieder los, was erwarten Sie?

Clemens Fritz:Wie immer am ersten Tag einen Laktattest – und dann geht es am Samstag ja gleich nach Norderney, die Lieblingsinsel aller Werder-Profis . . . (lacht). Aber ich freue mich trotzdem, dass es endlich wieder losgeht. Die Pause war diesmal ganz schön lang. Ich bin gut erholt, die anderen hoffentlich auch.

Wird das nach den vielen namhaften Abgängen die spannendste Vorbereitung, seit Sie in Bremen sind?

Fritz:Es wird schon sehr interessant, wohin der Weg geht. Aber wir haben alle immer noch einen hohen Anspruch.

Lautet das Ziel also Rückkehr ins internationale Geschäft?

Fritz:Mit Zielen sollten wir nach den letzten beiden Jahren wirklich etwas vorsichtig sein. Natürlich ist Werder Bremen immer noch Werder Bremen. Aber wir müssen erst einmal abwarten, wie das Gesicht der Mannschaft tatsächlich aussehen wird. Und dann müssen wir zusehen, dass sich die Mannschaft schnell findet.

Das klingt durchaus skeptisch.

Fritz:Soll es aber gar nicht. Natürlich haben wir viele gute Spieler verloren, aber die ersten Transfers stimmen mich optimistisch.

Das heißt aber auch, dass Sie noch weitere Neuzugänge fordern.

Fritz:Ich denke schon, dass der eine oder andere Spieler noch dazukommen wird. Und vom Potenzial unserer jungen Spieler bin ich absolut überzeugt. Sie haben jetzt ein weiteres Jahr gelernt, also sind wir einen Schritt weiter.

Viele Fans sorgen sich aber, dass Werder gegen den Abstieg spielt.

Fritz:Es ist doch klar, dass nach diesen beiden schlechten Jahren niemand jubelnd durch die Stadt rennt. Wir müssen diesen Pessismismus in Optimismus umwandeln.

Wie soll das gelingen?

Fritz:Wir müssen mit Freude an diese Aufgabe herangehen, aber gleichzeitig bereit sein, uns zu quälen. Wir müssen als Mannschaft funktionieren und dürfen uns einfach nicht mehr diese Tiefs erlauben. Ich darf gar nicht an die letzte Saison denken, dann ärgere ich mich sofort wieder. Hätten wir nur eine schlechte und nicht eine sehr schlechte Rückrunde gespielt, wären wir jetzt international dabei. Aber ich hake das jetzt ab und freue mich auf die neue Saison.

Auch auf den Start beim Double-Gewinner Borussia Dortmund?

Fritz:Ich hätte gerne ein Heimspiel gehabt. Aber gut, fahren wir eben nach Dortmund. Das ist doch für unsere junge Mannschaft gleich eine tolle Aufgabe – und zu Saisonbeginn hat jede Truppe so ihre Problemchen. Man sollte jetzt auf keinen Fall schwarzmalen, sondern nun wird erst einmal gearbeitet. · kni

Dschungelcamp 2017: Tag vier im Busch in Bildern

Dschungelcamp 2017: Tag vier im Busch in Bildern

Wunderschöner Winter: Das sind die besten Leserfotos 

Wunderschöner Winter: Das sind die besten Leserfotos 

Unfall an Stauende: Lkw-Fahrer tödlich verletzt

Unfall an Stauende: Lkw-Fahrer tödlich verletzt

Bericht: Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Bericht: Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Meistgelesene Artikel

Das sagt Sportchef Baumann zum Grillitsch-Wechsel

Das sagt Sportchef Baumann zum Grillitsch-Wechsel

Wechsel von Janek Sternberg nach Bröndby vor dem Abschluss

Wechsel von Janek Sternberg nach Bröndby vor dem Abschluss

Test gegen Moskau verloren - Capin wechselt zu Davala

Test gegen Moskau verloren - Capin wechselt zu Davala

Wie beliebt ist Werder Bremen in Deutschland?

Wie beliebt ist Werder Bremen in Deutschland?

Kommentare