Bisher keine Angebote für Stürmer Joseph Akpala / Nigerianer arbeitet am Rand an seinem Comeback

Das Warten auf einen Abnehmer

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Joseph Akpala soll gehen – aber wohin?

Es ist keine leichte Zeit für Joseph Akpala. Während die Werder-Kollegen intensiv trainieren, absolviert der Nigerianer am Rande sein individuelles Aufbauprogramm und schaut zwischendurch wehmütig herüber. Auch bei den Teambuilding-Maßnahmen wie Schwimmen oder Rafting durfte er im Zillertal nicht dabei sein. „Er hat seinen eigenen Trainingsplan. Da ist es nicht gut, plötzlich eine ganz andere Belastung zu haben“, erklärt Profifußball-Direktor Rouven Schröder.

Andere Sportarten interessieren Akpala ohnehin nicht. „Ich will Fußball spielen und natürlich ein Teil des Teams sein“, sagt der 27-Jährige. Doch daraus wird bei Werder nichts mehr. Längst ist beschlossen, dass der Stürmer (Vertrag bis 2016) abgegeben, möglichst direkt verkauft werden soll. Über die Gründe rätselt Akpala: „Um ehrlich zu sein, hat mir niemand gesagt, warum. Aber wenn das die Entscheidung des Clubs ist, muss ich die respektieren. So ist Fußball.“

Schon unter Ex-Coach Thomas Schaaf hatte der im Sommer 2012 für 1,5 Millionen Euro aus Brügge verpflichtete Angreifer keine Rolle mehr gespielt. „In Freiburg habe ich mal in der Startelf gestanden und ein Tor gemacht. Dann haben wir gegen Augsburg gespielt und verloren. Und danach habe ich keine Chance mehr bekommen“, erinnert sich Akpala. Bei Schaafs Nachfolger Robin Dutt konnte er sich ebenfalls nicht aufdrängen, wurde an den türkischen Erstligisten Karabükspor verliehen – und verletzte sich dort schwer. Nach seinem Achillessehnenriss Ende Dezember 2013 wurde der Vertrag in der Türkei vorzeitig aufgelöst. Akpala absolvierte seine Reha zunächst in Belgien und steht nun im Zillertal wieder bei Werder auf der Matte. „Ich habe einen langen Weg hinter mir und musste hart arbeiten. Jetzt habe ich keine Schmerzen mehr, bin aber noch ein bisschen vorsichtig“, sagt Akpala. „Sehr bald“ werde er wieder voll da sein.

Bis dahin wird kein Club ernsthaftes Interesse anmelden. Schröder sagt zwar, dass es Nachfragen gibt („Viele Vereine legen Wert auf einen wuchtigen Stürmer im Zentrum“), schränkt aber auch ein: „Aktuell ist nichts konkret.“

Akpala und Werder müssen also warten. Für beide Seiten ist das unbefriedigend, der Spieler nimmt es aber klaglos hin. „Manche können in so einer Situation nerven, Joseph nicht. Er ist ein feiner Mensch“, sagt Trainer Robin Dutt und ergänzt: „Solange er hier ist, behandle ich ihn wie einen Spieler von Werder Bremen.“

mr

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