Borowski und Boenisch fallen gegen Bilbao aus / Frings-Einsatz fraglich

Beulen und Blessuren: Werder ist angeschlagen

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Per Mertesacker will trotz der Platzwunde am Kopf spielen.

Bremen - Von Carsten Sanderund Bjön Knips · Tim Borowski? Fällt aus. Sebastian Boenisch? Auch. Torsten Frings? Hat das Abschlusstraining abgebrochen, Einsatz fraglich. Petri Pasanen? Wackelt. Und Per Mertesacker? Will trotz der Platzwunde am Kopf spielen. Sein lädiertes Gesicht steht jedoch als Sinnbild der Situation.

Werder Bremen geht heute (19.00 Uhr/Sat.1 und Sky live) ziemlich angeschlagen ins Europa-League-Heimspiel gegen Athletic Bilbao. Nacheinander meldeten sich gestern Nachmittag Borowski und Boenisch ab. Während bei „Boro“ die Probleme unsichtbar sind, weil sie sich irgendwo im Rücken verstecken und Schmerzen verursachen, die vermutlich eine mehrtägige Pause (inklusive des kommenden Wochenendes) nötig machen, ist das Handicap bei Boenisch klar erkennbar. Der linke Oberschenkel ist stark geschwollen. Wenn das alles Muskeln wären, hätte der Linksverteidiger wohl den härtesten Schuss der Welt. Im Moment mag er aber nicht mal gegen eine Cola-Dose treten. „Wie soll ich damit spielen“, fragte er und deutete auf die imposante Beule, die Folge eines Trainingsunfalls am Montag ist. Bei ihm geht im wahrsten Sinne des Wortes nichts.

Werder-Trainer Thomas Schaaf reagierte demonstrativ gelassen auf die Ausfälle und sagte, was er sagen musste: „Fallen zwei Stammspieler aus, spielen eben zwei andere Stammspieler.“ Dumm nur, dass auch Boenischs designierter Vertreter körperlich nicht ganz auf der Höhe ist. Petri Pasanen, der Mann für alle Fälle in der Bremer Viererkette, fühlte sich gestern unwohl, absolvierte deshalb nur ein reduziertes Trainingsprogramm abseits der Mannschaft. Schaaf stufte die Ausfall-Gefahr jedoch gering ein: „Er war nur ein bisschen schlapp.“ Und sollte im Teamtraining keine Körner verpulvern. Die braucht er schließlich heute.

Torsten Frings hat Kraft satt, der Kapitän ist momentan grundsätzlich in blendender Form. Aber seit gestern nicht mehr in tadellosem körperlichem Zustand. Ein Schlag auf den Fuß – und Frings trottete noch vor Trainingsende mit hängendem Kopf in die Kabine. Dunkle Befürchtungen, dass er damit gegen Athletic Bilbao zum Zuschauen verdammt ist, wurden anschließend aber zerstreut – jedenfalls unternahm Frings einen entsprechenden Versuch. „Ich glaube, dass es kein ernsthaftes Problem ist“, sagte der Mittelfeldabräumer auf der offiziellen Pressekonferenz. Restsorgen bleiben aber – auch bei ihm: „Mal schauen, wie sich die Schwellung über Nacht entwickelt.“

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