Drei Siege hintereinander in Mainz – und heute soll Werders vierter folgen

Beste Erinnerungen ans Bruchwegstadion

Bremen - Von Malte Rehnert· Die Favoritenrolle ist fest in der Hand des FSV Mainz 05 – auf den ersten Blick zumindest. Der Tabellenvierte empfängt heute (15.30 Uhr) im Bruchwegstadion den SV Werder Bremen (15.), der seit geschlagenen 465 Minuten auf ein Auswärtstor in der Fußball-Bundesliga wartet und dem im ungünstigsten Fall sogar der Sturz auf den Relegationsrang droht.

Doch bei genauerem Hinsehen darf sich Werder durchaus einiges ausrechnen, denn: Die Bremer gewannen die letzten drei Spiele beim FSV – und Mainz hat zu Hause zuletzt fast alles verloren, wenn auch meistens äußerst knapp.

Nach vier Siegen zu Beginn der Saison (im Rahmen des blitzsauberen Starts mit 21 Punkten aus sieben Partien – darunter das 2:0 in Bremen) brach der Hamburger SV erstmals in die Festung Bruchwegstadion ein (1:0). Es folgten vier weitere Heimpleiten bei nur noch einem Sieg. „Zu Hause tun sie sich etwas schwerer, weil sie nicht so viel Platz haben“, weiß Werder-Coach Thomas Schaaf. Zudem sei in Mainz nach dem Super-Auftakt „eine gewisse Erwartungshaltung“ gewachsen: „Sie haben tolle Spiele gezeigt, sehr auf sich aufmerksam gemacht, einiges bewegt, große Euphorie entfacht. Aber irgendwann wird alles ein bisschen schwieriger“, sagt Schaaf und präzisiert: „Die Gegner stellen sich besser ein, dazu kommen Verletzte wie jetzt Adam Szalai (Kreuzbandriss, Anm. d. Red.) – da fehlt ein guter Mann in der Spitze. Das sind Dinge, die ein bisschen den Fluss wegnehmen.“ Dennoch spiele Mainz „guten Fußball. Sie schalten schnell um, kontern sehr gut – auch wenn das im eigenen Stadion, wenn der Gegner kompakt steht, schwieriger ist.“

Dass die 05er in dieser Saison noch nie unentschieden gespielt haben (Werder vier Mal), hat für Schaaf keine große Aussagekraft: „Sie suchen wie alle anderen die Entscheidung. Wie viel Risiko sie dabei eingehen, kann ich nicht einschätzen. Aber sie werden versuchen, Druck aufzubauen. Darauf müssen wir gefasst sein.“

Im letzten Auswärtsspiel in Köln (0:3) waren es die Bremer offensichtlich nicht, gegen Bayern wirkten sie zuletzt trotz der 1:3-Niederlage dann wieder viel energischer. „Da war vieles besser. Wir haben in der Defensive besser gearbeitet und uns in den Zweikämpfen besser durchgesetzt“, urteilt Schaaf, schränkt aber ein: „Es war noch nicht gut genug. Wir haben es dem Gegner am Ende zu leicht gemacht.“ Abwehrmann Sebastian Prödl, der den letzten Auswärtssieg in Mainz vor knapp einem Jahr mit seinem Tor zum 2:1-Endstand besiegelt hatte, sieht’s ähnlich: „Gegen Bayern war das kämpferisch gut, aber wir müssen die Fehler minimieren und noch mehr zulegen, dann werden demnächst auch die Punkte folgen.“

In der Trainingswoche habe sein Team „absolut mitgezogen“, meint Schaaf. Der 49-Jährige weiß aber natürlich, dass „positive Erkenntnisse nicht reichen. Es müssen Taten folgen. Wir müssen Ergebnisse liefern – das wissen wir.“ Die Spieler haben’s offenbar begriffen, wie Marko Marin gestern betonte: „Morgen zählt’s. Wir brauchen drei Punkte, damit wir ein bisschen Ruhe reinbekommen.“

Noch nicht im Kader steht heute Neuzugang Samuel – und auch Dominik Schmidt fehlt. Der Außenverteidiger ist nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel zwar wieder fit und trainierte gestern, dennoch ließ Schaaf ihn außen vor. Vermutlich ein Denkzettel: Der Coach und auch Sportchef Klaus Allofs hatten den 23-Jährigen wegen angeblich viel zu hoher Forderungen im Rahmen einer Vertragsverlängerung zuletzt heftig kritisiert. So reiste Werder mit nur 16 Spielern nach Mainz.

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