Marko Marin ist viel unterwegs – und Freundin Kathi packt schon Umzugskartons

Von Berlin über München und Bremen nach London

Gut drauf: Marko Marin ist bald wieder fit und freut sich schon auf das Abenteuer England. ·

Bremen - Marko Marin lechzt nach einer verkorksten Saison mit Werder geradezu nach Spitzenfußball – und gönnt sich gleich eine doppelte Dosis davon. Vorgestern saß der 23-Jährige im Berliner Olympiastadion, schaute sich das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (2:5) an.

Und am Samstag ist er in München, wenn die Bayern im Endspiel der Champions League den FC Chelsea erwarten – jenen Verein, für den der Noch-Bremer Marin ab Sommer spielt, dann am liebsten auch in der „Königsklasse“.

Momentan ist der Mittelfeldmann allerdings noch außer Gefecht gesetzt, befindet sich nach seinem Muskelfaserriss im hinteren linken Oberschenkel (zugezogen beim 1:4 in Stuttgart am 13. April) im Aufbautraining in Berlin. „Es geht mir ganz gut – und es wird immer besser“, sagt Marin, der noch etwa zwei Wochen in der Hauptstadt bleiben will: „Ich denke, dann bin ich wieder topfit. Vielleicht geht es aber auch etwas schneller, dann könnte ich noch mal bei Werder mittrainieren.“

Doch selbst wenn nicht. Nach Bremen, wo er sich immer sehr wohlgefühlt hat („Ich hatte eine schöne Zeit bei Werder und bin traurig, diese schöne Stadt zu verlassen“), kehrt Marin Ende Mai auf jeden Fall zurück. Schließlich wohnt er noch hier und muss den Umzug abwickeln, womit seine Freundin Kathi vorsorglich bereits angefangen hat: „Sie packt schon fleißig Kartons.“ Und seinen Ausstand muss Marin auch noch geben. „Das mache ich aber vielleicht erst nächste Saison, denn Ende Mai sind schon einige Spieler bei ihren Nationalmannschaften.“

Wie der weitere Plan aussieht, weiß Marin noch nicht so genau. Urlaub? „Es ist noch nichts geplant. Das entscheide ich ganz spontan.“ Einen Termin für den Umzug? „Habe ich noch nicht.“ Haussuche in London? „Frühestens im Juni. Vielleicht ziehe ich aber auch erst mal ins Hotel. Es gibt da eines, wo Chelsea immer Spieler unterbringt. Da waren wir auch mit Werder schon mal.“ Und dort habe er kürzlich seinen bis 2017 datierten Vertrag bei den „Blues“ unterzeichnet und den Medizincheck absolviert. „Ansonsten war ich bisher noch nicht in London. Mal sehen, vielleicht mache ich demnächst einen Abstecher.“

Dann aber nur, um die Stadt besser kennenzulernen. Denn ein richtiger „Blauer“ wird Marin erst ab dem 1. Juli. Dann wird der in der englischen Presse schon als „German Messi“ gefeierte Dribbler an der Stamford Bridge offiziell vorgestellt, dann bekommt er seine neue Rückennummer. „Das ist jetzt alles noch nicht wichtig. Chelsea soll sich erst mal darauf konzentrieren, die Champions League zu gewinnen“, lacht Marin. Klappt das nicht, würden die West-Londoner in der kommenden Saison lediglich in der Europa League spielen – und das auch nur, weil sie den FA-Cup gewonnen haben. In der englischen Premier League sind sie nur Sechster geworden.

Trotzdem freut sich Marin „schon riesig“ auf das Wiedersehen mit Ex-Teamkollege Per Mertesacker vom FC Arsenal („Bisher hatten wir keinen Kontakt“) sowie das große Abenteuer im Ausland – und er macht sich (fast) keine Sorgen um sein Englisch. „Ich hatte es in der Schule von der vierten bis zur zwölften Klasse und verstehe alles, zumal wir bei Werder in der Kabine auch mit einigen Spielern Englisch gesprochen haben. Das wird alles klappen“, sagt er, schränkt aber noch schmunzelnd ein: „Da soll es auch so einen Dialekt geben, vielleicht nehme ich mir doch einen Sprachcoach . . .“ · mr

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